Richtfunk
Zwischenruf: Nur theoretisch gut

Vor zwei Jahren klang die Idee gut: Da sich alle Ortsnetze im Besitz der Telekom befanden, wollten etliche Telefon-Unternehmen Kunden per Funk anschließen und so die letzte Meile der Telekom-Kabel umgehen. Gut war die Idee offenbar nur in der Theorie. In der Praxis muss sie als gescheitert gelten.

Die reinen Richtfunkanbieter sind entweder pleite oder - wie jetzt Star 21 - durch permanente Umstrukturierung gelähmt. Nur in Nischen, auf frei nutzbaren Jedermann-Frequenzen, halten sich wenige Kleinanbieter. Die gute Idee scheiterte immer wieder daran, dass der Netz-Aufbau auch auf Funkbasis sehr aufwendig ist. Er kostete überall mehr Geld und Zeit als geplant. Nach der Durststrecke des Netzaufbaus fehlte dann das Geld für die Kundengewinnung.

Star-21 hat immerhin noch Kaufinteressenten. Doch die beabsichtigte "Neustrukturierung" wird vermutlich ein Schrumpfkonzept. Dafür spricht neben der Richtfunk-Entwicklung auch der Abgang der Führungsspitze.

Donata Riedel ist Handelsblatt-Korrespondentin in Berlin.
Donata Riedel
Handelsblatt / Korrespondentin
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