Rico Gross verpasst Bronze knapp: Skijäger Frank Luck holt Silber

Rico Gross verpasst Bronze knapp
Skijäger Frank Luck holt Silber

Skijäger Frank Luck hat erneut erfolgreiche Medaillen-Beute gemacht. Mit dem zweiten Platz über 20 km holte der 34-jährige Oberhofer am Montag zum vierten Mal Edelmetall bei Olympischen Winterspielen. In einem dramatischen Rennen musste Luck nur dem überragenden "Langläufer" Ole Einar Björndalen aus Norwegen den Vortritt lassen.

dpa SALT LAKE CITY. Im Ziel hatte Luck auf den drittplatzierten Viktor Maigurow aus Russland 1,2 Sekunden Vorsprung. "Das gibt keinen Sekt, das gibt Champagner", jubelte IOC-Vizepräsident Thomas Bach. Der mit Silber dekorierte Luck freute sich nach seiner Gala- Vorstellung in Soldier Hollow: "Ich habe gedacht, wie es kommt, so kommt es - und es kam ganz gut."

Ricco Gross (Ruhpolding) verpasste seine sechste Olympia-Medaille nur knapp. Zwei Fehler beim Schießen waren am Ende einer zu viel, um in den Kampf um Edelmetall eingreifen zu können. Der 31-Jährige wurde mit einem Rückstand von 18,1 Sekunden auf den Bronze-Platz Vierter. "Da sieht man wieder mal, dass man eine Null schießen muss", meinte Gross. Er hat noch drei Chancen, zum erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken aufzusteigen.

Luck zeigte vor allem beim Schießen eine Klasse-Vorstellung. Alle vier Übungen absolvierte der Oldie aus Thüringen fehlerfrei. In seiner olympischen Medaillen-Kollektion befinden sich nun zwei Gold- und zwei Silbermedaillen. Nur Björndalen, der vor zwei Tagen bei den Langlauf-Spezialisten Olympia-Sechster über 30 km geworden war, konnte Luck nicht gefährden. Der Norweger konnte sich sogar zwei Strafminuten leisten. In 51:03,3 Minuten lag er im Ziel 36,1 Sekunden vor Luck.

"Ich bin die mittleren Runden nicht voll gegangen, dadurch hatte ich am Schluss noch Kraft zum zusetzen", meinte Luck. Vor der letzten Runde hatte Bundestrainer Frank Ullrich das Signal zum Angriff gegeben. Zuvor hatte Ullrich beim letzten "Nuller" von Luck beim Stehendschießen jubelnd beide Fäuste in den Himmel gestoßen.

Sven Fischer und Alexander Wolf hatten dagegen schon früh nichts mehr mit dem Ausgang des Rennens zu tun. Die beiden Oberhofer zeigten vor allem beim Schießen Schwächen, konnten aber auch läuferisch nicht überzeugen. Fischer ließ an jedem Schießstand eine Scheibe stehen und kam nur auf Platz 29, Wolf wurde lediglich 34.

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