Riesenenttäuschung bei deutschem Duo
Beachvolleyballer müssen um Achtelfinale zittern

Gegen die Franzosen Stephane Canet/Mathieu Hamel wollte das deutsche Duo Andreas Scheuerpflug und Christoph Dieckmann eigentlich schon das Ticket für die nächste Runde lösen. Doch wie so oft: Es kam anders. Genau wie bei Susanne Lahme und Danja Müsch.

HB ATHEN. Die zweiten Spiele werden für die deutschen Beachvolleyballer langsam zum Trauma und beim Olympia-Turnier in Athen vielleicht zum großen Stolperstein. Auch Susanne Lahme und Danja Müsch verloren ihre zweite Vorrundenpartie. Das Duo aus Düren unterlag am Dienstagabend in Athen gegen die Norwegerinnen Nila Ann Hakedal und Ingrid Torlen im Tiebreak mit 21:13, 17:21 und 12:15 und muss um den Einzug ins Achtelfinale bangen.

Zuvor hatten schon die Berliner Andreas Scheuerpflug und Christoph Dieckmann in der Männer-Konkurrenz am Dienstagvormittag im Hafen von Piräus gegen die Franzosen Stephane Canet/Mathieu Hamel im Tiebreak überraschend mit 21:17, 18:21 und 10:15 den Kürzeren gezogen. Bei einem noch ausstehenden Spiel gegen die brasilianischen Mitfavoriten und an zwei gesetzen Benjamin/Marcio Araujo muss das deutsche Duo nun um den Einzug ins Achtelfinale bangen.

Lahme/Müsch zeigten nur im ersten Satz eine überzeugende Leistung, und mussten sich dann in einem spannenden Schlusssatz geschlagen geben. Okka Rau und Stephanie Pohl (Hamburg) hatten ebenfalls ihr zweites Spiel verloren und müssen nun gegen die starken Australierinnen Cook/Sanderson gewinnen oder darauf hoffen, als einer der vier besten Gruppendritten weiter zu kommen. Bisher haben sich nur Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (Moers) nach ihrem zweiten Sieg am Vorabend für diese Runde qualifiziert.

"Eine Riesenenttäuschung. Wir hatten es selbst in der Hand und haben es mit einer schlechten Leistung verspielt. Vielleicht klappt es gegen die Brasilianer besser", sagte Andreas Scheuerpflug. "An der Hitze hat es nicht gelegen. Wir haben ab Mitte des zweiten Satzes schlecht gespielt und zu viel in den Block geschlagen", fügte Christoph Dieckmann hinzu. Er hätte seinen anwesenden Eltern, der Oberbürgermeisterin von Bonn und Nordrhein-Westfalens Finanzminister, gerne eine bessere Leistung ähnlich wie sein Zwillingsbruder Markus gezeigt. "Sie haben was besseres verdient", sagte er.

Christoph Dieckmann verlor nach einem starken ersten Satz völlig den Faden. Die an 20. Position geführten Franzosen (die Deutschen sind an neun gesetzt) konnten im zweiten Durchgang von 8:8 auf 13:8 wegziehen und führten im Tiebreak 7:3 und 13:6. "Knackpunkt war Christoph. Er wurde aber auch schlecht angespielt, hätte in seinen Angriffsaktionen jedoch alternativer werden müssen" erklärte Trainer Bernd Schlesinger. "Das Turnier ist noch nicht zu Ende. Gegen die Brasilianer gab es in fünf Spielen drei Siege", lautet seine Durchhalteparole.

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