Riesensaurier hatte Spannweite von 4,50 m
Flugsaurier aus der Kreidezeit entdeckt

In Brasilien haben Forscher die Relikte eines imposanten Flugsauriers ausgegraben. Mit einer Spannweite von mehr als vier Metern glitt er vor 110 Mill. Jahren fast lautlos über Seen und Meere.

HB WASHINGTON. Zum Beutefang tauchte Thalassodromeus sethi sein langes Haupt nur kurz ins Wasser und schnappte sich einen Fisch oder Krustentier. Die bisher unbekannte Art der Pterosaurier stellt die Wissenschaftszeitschrift "Science" (Bd. 297, S. 389) am Freitag vor.

Allein das stromlinienförmige Haupt dieses gewaltigen Fliegers war 1,42 Meter lang, berichten die Paläontologen Alexander Kellner und Diogenes de Almeida Campos von der Staatlichen Universität in Rio de Janeiro. Die Spannweite seiner Flügel betrug jeweils zwischen 4,20 bis 4,50 Meter. Ganz besonders auffallend aber war die verknöcherte Krone auf seinem Kopf. Sie war nach Rekonstruktion der Forscher dicht mit Blutgefäßen ausgefüllt und diente dem Saurier als Wärmeregulator.

T. sethi stammt aus der Santana Formation im der Araripe Ebene Nordostbrasiliens. Sein Name setzt sich aus den griechischen Wörtern thalassa (Meer) und dromeus (Läufer) zusammen sowie sethi nach dem ägyptischen Gott Seth.

Einige Eigenschaften seines mächtigen Haupts teilt der T. sethi mit dem noch heute vorkommenden Vogel Rynchops, darunter seinen flachen Kiefer und fast scherenförmigen Schnabel. Auch dieser Vogel gleitet zur Nahrungssuche über Wasseroberflächen - allerdings mit Flügeln von weniger als ein Meter Spannweite, wie die Autoren berichten.

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