Riesenschäden nach Unwetter - 100 Millionen Euro in Österreich
Das Wasser ist weg, der Schock bleibt

Die Schäden nach den Unwettern in Mitteleuropa liegen nach ersten Schätzungen vom Sonntag in einem dreistelligen Millionenbereich.

dpa MÜNCHEN/WIEN/GRENOBLE. Allein in Österreich verursachten Hochwasser und Schlammlawinen rund 100 Millionen Euro Sachschaden, berichteten österreichische Zeitungen. In Bayern dürften die Unwetter ebenfalls Schäden in Millionenhöhe verursacht haben, sagte ein Sprecher des Landkreises Augsburg. Über Landeshilfen sei noch nicht entschieden. In Frankreich erhält die besonders betroffene Isère- Region bei Grenoble drei Millionen Euro erste Hilfe aus einem staatlichen Regionaltopf.

Am Montag zieht der Regen von Rheinland-Pfalz und Baden- Württemberg über ganz Deutschland hinweg, sagte der Deutsche Wetterdienst vorher. Die Aufräumarbeiten nach den Unwettern wurden am Wochenende fortgesetzt. Überall stand Hausrat zum Trocknen auf der Straße. «Ich glaube, das Aufräumen dauert noch Tage», sagte ein Polizeisprecher.

Im Unterallgäu suchten Rettungskräfte am Morgen weiter nach einer vermissten 27-jährigen Frau. Die Helfer kontrollierten unter anderem Schleusen in dem Gebiet am Zusammenfluss von Hasel und Mindel. Die Frau war am Freitag bei Eppishausen von einer Schlammlawine mitgerissen worden. Drei Leichen waren bereits am Freitag gefunden worden.

Die Pegel erreichten vielerorts wieder Normalmaß. Fast alle Straßen wurden wieder freigegeben. In mehreren Gemeinden mussten die Bewohner ihr Trinkwasser noch abkochen. Am Montag sollen Analyseergebnisse Hinweise auf mögliche Krankheitskeime im Wasser liefern.

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