Riesige Erwartungen
Trainer Guus Hiddink - ganz Korea schaut auf ihn

Die Erwartungen sind riesig, die Chancen eher gering - doch Guus Hiddink soll für Co-Gastgeber Südkorea bei der Fußball-WM im eigenen Land und Japan das unmöglich Scheinende in die Tat umsetzen.

sid SEOUL. "Ich habe hier schon viele Stunden damit verbracht, den Menschen zu erklären, dass der Gewinn der Weltmeisterschaft nicht möglich ist: Man will es nicht hören und nicht glauben", beschreibt der niederländische Trainer die Stimmungslage rund um sein Team.

Doch bereits durch das Erreichen des Achtelfinales, vielleicht sogar durch den ersten WM-Sieg eines südkoreanischen Teams überhaupt, könnte der Starcoach zum Volkshelden in Fernost werden. Denn ein solcher Erfolg blieb sogar Südkorea lebender Fußball-Legende Bum Kun Cha als Teamchef der WM-Mannschaft von 1998 verwehrt.

"Erst kommt die Schule, dann das Militär und erst dann der Fußball" - mit dieser für ihn ungewohnten Prioritätenfolge hat sich der Holländer, der die Nationalelf seiner Heimat als "Bondscoach" beim WM-Turnier 1998 in Frankreich bis ins Halbfinale führte, erst einmal arrangieren müssen. Doch mittlerweile hat der nach seiner Entlassung bei Spaniens Rekordmeister Real Madrid von den Südkoreanern verpflichtete Hiddink gelernt, dass dieser Drill auch Vorteile in sich birgt: "Die Disziplin meiner Spieler ist äußerst bemerkenswert, so etwas habe ich in Europa nie kennen gelernt."

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