Riesiger zweiter Ölteppich
Wohl kein weiteres Leck in der "Prestige"

Eine erste Untersuchung des gesunkenen Öltankers "Prestige" durch ein französisches Mini-U-Boot hat am Montag nach offiziellen Angaben kein neues Leck offenbart.

Reuters MUXIA. "Nach ersten Ergebnissen tritt kein Öl aus dem Wrack des Schiffs aus, aber wir können erst morgen oder am Tag danach sicher sein", sagte der stellvertretende spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy. Das U-Boot "Nautile" habe beim ersten Tauchgang den Bug der "Prestige" lokalisiert, hieß es. Der Tanker war im vergangenen Monat mit 77 000 Tonnen Öl an Bord vor der Küste Galiciens havariert und war später in zwei Teile zerbrochen und gesunken. Das Schiff liegt in in rund 3600 Meter Tiefe.

Hunderte Kilometer der Küste im Nordwesten Spaniens wurden von einer ersten Welle von ausgelaufenem Öl verschmutzt. Ein Schätzungen zufolge doppelt so großer zweiter Ölteppich, der beim Auseinanderbrechen des Tankers entstanden war, wurde von Nordwest-Winden in Richtung der empfindlichen Flussmündungen im südlichen Abschnitt der Küste Galiciens getrieben. Ein Teil des Öls erreichte bereits die Küste. Hunderte Vögel und Fische sowie einige Delfine verendeten. Umweltschützer sorgen sich besonders um den Nationalpark Corrubedo, eine seichte Lagune, in der eine Vielzahl von Schalentieren lebt und die eine wichtige Wasserstelle für Zugvögel ist.

"An den Geruch des Öls haben wir uns gewöhnt. Aber wir sind gezwungen unsere Fenster immer geschlossen zu halten. Selbst unser Essen schmeckt nach dem Öl", sagte ein Fischer.

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