Riester-Rente
Schmidt erwägt rückwirkende Förderung

Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) erwägt eine rückwirkende Riester-Förderung für Zusatzvorsorge-Verträge, die erst Anfang 2003 abgeschlossen werden.

sm BERLIN. Sie reagiert damit auf Forderungen von Versorgungseinrichtungen, die wegen Anlaufschwierigkeiten bei der Riester-Rente eine rückwirkende Förderung verlangt hatten. Nach bisherigem Recht können Anleger nur dann Zulagen oder Steuerersparnisse für 2002 erhalten, wenn Beiträge spätestens am 31. Dezember eingezahlt worden sind.

Die rückwirkende Förderung sei "eine Frage des Haushalts", sagte Schmidt gestern. Im Budget 2003 seien 3,4 Mrd. Euro für die Förderung von Riester-Verträgen aus dem Jahr 2002 vorgesehen. Da bis Jahresende voraussichtlich weitaus weniger Verträge abgeschlossen werden als veranschlagt, ließ der Haushaltsansatz die rückwirkende Förderung von Verträgen zu. "Ich bin dafür, dass das, was bereit steht, für die Förderung der Zusatzvorsorge genutzt wird", sagte Schmidt. Das Bundesfinanzministerium lehne eine Änderung des geltenden Rechts ab, sagte ein Sprecher dem Handelsblatt.

Schmidt und der Präsident der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Herbert Rische, appellierten an die Beschäftigten, eine Zusatzvorsorge aufzubauen, da die gesetzliche Rentenversicherung allein den Lebensstandard im Alter künftig nicht sichern könne.

Quelle: Handelsblatt Nr. 231 vom 29.11.02

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%