Riester setzt sich gegen Eichel durch
Völlige Anlagefreiheit für Pensionsfonds

Die Bundesregierung räumt den neuen Pensionsfonds zur betrieblichen Altersvorsorge völlige Freiheit bei der Anlagestrategie ein. Das geht aus der Pensionsfonds-Kapitalanlagenverordnung hervor, die das Bundeskabinett bei seiner nächsten Sitzung verab-schieden will und dem Handelsblatt (Dienstagausgabe) vorliegt.

DÜSSELDORF. Nach Paragraf drei der Verordnung entscheidet allein der Pensi-onsplan des jeweiligen Anbieters darüber, in welcher Mischung der Fonds in verschiedene Anlageformen investiert. Dem Betreiber wird damit beispielsweise die Möglichkeit eröffnet, bis zu 100% des Kapitals in Aktien anzulegen. Auch unbegrenzte Investitionen des Pensionsfonds in öffentliche und private Anleihen, Investmentfonds und Immobilien werden durch die Verordnung erlaubt.

Im Streit um eine liberale Ausgestaltung der Anlagestrategie hat sich damit das Bundesarbeitsministerium durchgesetzt. Das Bundesfinanzministerium hatte für wesentlich restriktivere Regelungen plädiert, um die Kapitalmarktrisiken für den Arbeitnehmer zu be-grenzen. Diese werden jedoch bereits dadurch abgemildert, dass der Arbeitgeber bei Rentenbeginn für eine Mindestauszahlung in Höhe der eingezahlten Beiträge haften muss. Die Gewerkschaften IG Metall und IG BCE hatten sich deshalb auf die Seite des Arbeitsministeriums geschlagen.

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