Rinderfett für Milchersatz soll zusätzlich behandelt werden
EU-Wissenschaftler raten zu weiteren BSE-Schutzmaßnahmen

afp BRÜSSEL. Wissenschaftler der Europäischen Union (EU) raten zu weiteren Schutzmaßnahmen wegen der Rinderkrankheit BSE. So empfahlen sie in einer am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten Stellungnahme eine zusätzliche Behandlung von Rinderfetten. Die Fette, die beispielsweise beim Milchersatz für Kälber verwendet werden, sollten unter Druck sterilisiert werden, um ein Infektionsrisiko zu vermindern. Außerdem rieten die Experten zu Vorsicht im Umgang mit der Wirbelsäule von Rindern über zwölf Monate, die bislang nicht zu den verbotenen Risikomaterialien zählt. Eine weitere Beschränkung der Verwendung dieser Tierteile könne bei solchen Rindern notwendig sein, die vor dem nun geltenden Tiermehlverbot geboren wurden, hieß es in dem Papier.

Die Wissenschaftler, die sich regelmäßig zu Beratungen treffen, beraten die EU-Kommission unter anderem in Sachen BSE. Die Kommission will nach Angaben einer Sprecherin die Empfehlungen zunächst auswerten. Es sei aber wahrscheinlich, dass einige der Vorschläge aufgegriffen würden. Über mögliche weitere Verbote müssen letztlich die EU-Staaten entscheiden.

Nach Ansicht der EU-Experten kann zudem das so genannte Separatorenfleisch ein Risiko darstellen, falls es vom Schädel oder von Wirbelknochen von Rindern stammt, die älter als zwölf Monate sind. Separatorenfleisch wird meist maschinell vom Rinderknochen abgeschabt, weswegen das Risiko besteht, dass Knochensplitter mit in die Fleischmasse gelangen. In Deutschland haben die Wursthersteller zugesagt, diese umstrittene Zutat nicht mehr zu verwenden.

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