Ringen im Sicherheitsrat
Neue Irak-Resolution weiter umstritten

Die von den USA und Großbritannien angestrebte neue UN-Resolution über die Waffeninspektionen im Irak ist hinter den verschlossenen Türen des Sicherheitsrates noch heftig umstritten.

HB/dpa NEW YORK. Ein schriftlicher Entwurf, der am Dienstag in Umlauf gebracht werden sollte, wurde von London weiter zurückgehalten, hieß es in diplomatischen Kreisen.

Russland lehnt nach diesen Angaben weiterhin eine neue Resolution ab, während China Gesprächsbereitschaft signalisierte. Großbritannien hatte am Montag die Vorlage des Resolutionsentwurfes innerhalb weniger Tage angekündigt. London hatte in Abstimmung mit den USA die Federführung bei der Formulierung des Textes übernommen.

Die Resolution, die der Irak bereits im Vorfeld ablehnte, soll detaillierte Vorgaben für die UN-Waffeninspekteure enthalten, bevor sie im Irak die Suche nach Massenvernichtungswaffen wieder aufnehmen. Bagdad hatte sich am 16. September bereit erklärt, die Inspekteure ohne Bedingungen wieder einreisen zu lassen. Washington und London sind auch bemüht, durch den UN-Sicherheitsrat Konsequenzen für den Fall erneuter Behinderungen der Inspekteure festschreiben zu lassen.

Derweil teilte ein UN-Sprecher mit, dass der Leiter der UN-Waffenkontrollkommission UNMOVIC, Hans Blix, die UN-Abordnung bei den Vorbereitungsgesprächen für die Inspektionen mit dem Irak leiten wird. Bagdad habe bislang noch nicht erklärt, wer die irakische Seite vertreten werde. Die Gespräche sollen am 30. September in Wien beginnen. Bis dahin soll nach den Vorstellungen der USA und Großbritanniens die neue Irak-Resolution im Sicherheitsrat beschlossen werden.

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