Archiv
Ringen um Alitalia-Rettung geht weiter - Frist für Gewerkschaften

Die Verhandlungen zwischen der Führung der angeschlagenen italienischen Fluglinie Alitalia und den Gewerkschaften gehen in die entscheidende Runde. Als letztmöglichen Termin für eine Einigung nannte Alitalia-Präsident Giancarlo Cimoli jetzt den 15. September, berichtete die italienische Zeitung "La Repubblica" am Montag. Sollte in den nächsten zwei Tagen keine Lösung gefunden werden, könnte das marode Unternehmen unter Insolvenzverwaltung gestellt werden. Alitalia hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bis zu 5 000 Arbeitsplätze streichen zu wollen, um den Konzern zu retten.

dpa-afx ROM. Die Verhandlungen zwischen der Führung der angeschlagenen italienischen Fluglinie Alitalia und den Gewerkschaften gehen in die entscheidende Runde. Als letztmöglichen Termin für eine Einigung nannte Alitalia-Präsident Giancarlo Cimoli jetzt den 15. September, berichtete die italienische Zeitung "La Repubblica" am Montag. Sollte in den nächsten zwei Tagen keine Lösung gefunden werden, könnte das marode Unternehmen unter Insolvenzverwaltung gestellt werden. Alitalia hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bis zu 5 000 Arbeitsplätze streichen zu wollen, um den Konzern zu retten.

Die Arbeitnehmervertreter, die den Sanierungsplan in dieser Form ablehnen, beklagten vor allem das Fehlen von Regierungsvertretern bei den Verhandlungen: "Am Verhandlungstisch fehlt ein Bein - das der Politiker", sagte ein Gewerkschafter. Der italienische Staat hält derzeit noch 62 % an der Fluggesellschaft, will diesen Anteil jedoch bald auf unter 50 % senken.

Entlassungen Abfedern

Unterdessen hat der italienische Arbeitsminister Roberto Maroni eine Initiative angekündigt, mit der versucht werden soll, einen Teil der von den Stellenkürzungen betroffenen Alitalia-Mitarbeiter an andere Konzerne zu vermitteln. Sie könnten etwa bei der Staatsbahn oder der italienischen Post untergebracht werden, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera".

Die Alitalia-Führung will fast ein Viertel der insgesamt 22 000 Arbeitsplätze streichen, um aus den roten Zahlen zu kommen. Die Stellenkürzungen sollen unter anderem 450 Piloten, 1 050 Flugbegleiter, 1 440 Wartungs-Mitarbeiter und fast 1 000 Beschäftigte des Bodenpersonals betreffen. Mit diesem Schritt sollen in den kommenden zwei Jahren rund 315 Mill. ? eingespart werden.

Zudem hatte die italienische Regierung zuletzt angekündigt, einen staatlich garantierten und kürzlich von Brüssel genehmigten Übergangskredit von 400 Mill. ? für das Unternehmen nur genehmigen zu wollen, falls die Gewerkschaften einlenken. Ohne dieses Geld wird Alitalia nach eigenen Angaben innerhalb eines Monats zahlungsunfähig sein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%