Rings Deutscher Makler
Immobilienumsatz im vergangenen Jahr rückläufig

Hoffnungen auf eine Belebung des Immobilienmarktes haben sich nach Einschätzung des Rings Deutscher Makler (RDM) nicht erfüllt. Der Immobilienumsatz in Deutschland war im vergangenen Jahr rückläufig, wie der RDM nach einer Hochrechnung auf Basis der aktuellen Grunderwerbsteuerstatistik am Freitag in Hamburg mitteilte.

ddp HAMBURG. Für das laufende Geschäftsjahr schätzt der Verband die Aussichten für eine Stabilisierung und möglicherweise sogar wieder anziehende Umsätze überwiegend positiv ein.

Mit knapp 293 Mrd. Mark sei der Wert der Transaktionen erheblich hinter dem sehr guten Vorjahresergebnis zurückgeblieben, konstatierte der RDM. Im Vorjahr wurde noch ein Volumen von 349 Mrd. Mark erreicht. Vom Gesamtrückgang entfallen 35,74 Mrd. Mark (-12,3 %) auf die alten Bundesländer und 21,1 Mrd. Mark (-36,2 %) auf die neuen Bundesländer.

Die Entwicklung ist den Beobachtungen zufolge auch auf den Preistrend durchgeschlagen. So hat sich nach einer positiven Preisentwicklung zu Beginn des Jahres 2000 im weiteren Jahresverlauf eine "Marktdelle" ergeben. Erst durch leichte Steigerungen zum Jahresende konnten im Einfamilienhausmarkt in etwa wieder die Preisgrößenordnungen von 1999 erreicht werden. Bei Eigentumswohnungen werden hingegen - wenn auch mit abflachendem Verlauf - weitere Preisreduzierungen um rund 1,5 % beobachtet.

Als Ursachen für das geringere Umsatzvolumen verweist der RDM auf eine Reihe von Faktoren, so den Rückgang bei den Wohnungsbaufertigstellungen und die damit verbundene Verringerung von Weiterverkäufen aus Bauträgermaßnahmen. Ferner seien weniger Neubauprojekte in Angriff genommen worden, was zu geringeren Umsätzen am Baulandmarkt geführt habe. Schließlich hätten sich die im Rahmen der Steuerreform eingeschränkten Abschreibungsmöglichkeiten dämpfend auf den Absatz von Anlageobjekten und Bauland ausgewirkt. Dies gelte insbesondere für die ostdeutschen Bundesländer, wo das Geschäft mit Abschreibungsobjekten nahezu zum Erliegen gekommen sei.

Im alten Bundesgebiet wird lediglich in Hessen mit einem Plus von rund 9 % eine positive Umsatzentwicklung registriert. Die stärksten regionalen Rückgänge entfallen mit 9,35 Mrd. Mark auf Nordrhein-Westfalen (-12,8 %) und Sachsen mit 8,27 Mrd. Mark (-45 %).

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