Risiken bei Bahn laut Bericht höher als angenommen
Bahn will am Mittwoch Bestandsaufnahme präsentieren

ap HAMBURG. Die Deutsche Bahn AG will am Mittwoch ihre lange angekündigte Bestandsaufnahme der unternehmerischen Risiken vorlegen. Konzernsprecher Dirk Große-Leege kündigte am Dienstag in Berlin an, Vorstandschef Hartmut Mehdorn wolle in Anwesenheit von Verkehrsminister Reinhard Klimmt die aktuelle Situation des Unternehmens darlegen. Die "Bild"-Zeitung meldete, die Risiken des Unternehmens seien noch höher als bislang angenommen.

Das Blatt berichtete unter Berufung auf ein internes Papier des Bahnvorstandes für den Bundestags-Haushaltsausschuss, die bisherigen Prognosen über Verluste bis 2004 seien bereits wieder überholt. "Die Risiken sind sehr viel höher als erwartet", zitierte es aus der Vorlage. Mehdorn schließe zusätzliche Risiken nicht aus. Vor etwa zehn Tagen war bekannt geworden, dass die Bahn AG mit jährlichen Defiziten zwischen 800 Mill. und 1,2 Mrd. in den nächsten drei Jahren deutlich höhere Verluste einfahren wird als bisher vorausgesagt. In dem internen Papier hieß es weiter, auch die vom Bund für zunächst drei Jahre zugesagte jährliche Finanzspritze von zwei Mrd. DM aus dem Verkauf der UMTS-Lizenzen dürfte nicht ausreichen, um aus der Bahn ein modernes Schnellverkehrssystem zu machen.

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