Risiken durch Streuung minimieren
Das Beste aus drei Welten

Risikovermeidung oder zumindest-streuung gehört zu den wichtigsten Tugenden des Anlegers. Er investiert am besten in verschiedene Märkte, die wenig miteinander zu tun haben. Es gibt auch Zertifikate, die auf dieser Strategie basieren.

Eine solide Geldanlagestrategie mit attraktiven Renditechancen und überschaubarem Risiko erfordert die Aufteilung des Vermögens auf unterschiedliche Anlageklassen - üblicherweise in Aktien, Renten und Rohstoffe. Nun entwickeln sich Aktien, Renten und Rohstoffe klassisch nicht gleichzeitig in eine Richtung. Vielmehr hat die Vergangenheit gezeigt, dass Verluste in einer Anlageklasse nahezu immer Gewinnen in einem anderen Anlagebereich gegenüberstehen. Dieser Effekt - der terminus technicus lautet niedrige Korrelation - reduziert das Anlagerisiko gegenüber einem Einzelinvestment in nahezu idealer Weise.

Neben der Verteilung des Investments auf verschiedene Anlageklassen hat die Gewichtung einen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtergebnis. Doch niemand vermag zuverlässig vorherzusagen, wie sich Aktien- und Rentenmarkt oder Rohstoffe in den nächsten Monaten und Jahren entwickeln werden. Die klassische Risikostreuung setzt voraus, dass der Anlagebetrag zu Beginn der Laufzeit auf verschiedene Anlageklassen verteilt wird. Daraus ergibt sich, dass die Gesamtentwicklung dem Durchschnitt der Entwicklung der einzelnen Anlagearten entspricht.

Die ersten Zertifikate, mit so klangvollen und vielversprechenden Namen wie "HVB Star Portfo-lio", "Rainbow" oder "Weight&Win", gehen neue Wege. Die Gewichtung erfolgt erst, wenn die Einzelergebnisse schon feststehen, also im Nachhinein zum Laufzeitende. Die Anlageklasse, die sich am besten entwickelt hat, fließt überproportional in das Gesamtergebnis ein. Die zweitplatzierte wird etwas, die mit der schlechtesten Entwicklung deutlich untergewichtet. Diese Art der Berechnung hat entscheidend positiven Einfluss auf die Gesamtrendite der Investition.

Bei dem HVB Star Portfolio, das auf die Anlageklassen Aktien, Renten und Gold setzt, sieht das dann beispielsweise so aus: Die Anlageklasse, die sich am besten entwickelt hat, geht zum Laufzeitende nach sechs Jahren automatisch mit 60 % in die Gewichtung ein, die mit der zweitbesten Entwicklung mit 30 %. Die Anlageklasse, die sich am schlechtesten entwickelt hat, wird mit 10 % deutlich untergewichtet. Wie gut diese Vorgehensweise in der Vergangenheit funktioniert hat, zeigt die durchschnittliche Rendite für den untersuchten Betrachtungszeitraum 1.1.92 bis 9.6.04. Mit knapp 8 % im Jahr liegt sie auf attraktivem Niveau. Bemerkenswert auch, dass es in keinem einzigen Fall zu Verlusten gekommen wäre.

Hier gibt es weiterführende Informationen:

www.hvb.de/indexing

www.warrants.dresdner.com

www.jpmorganinvestor.com

www.goldman-sachs.de

Die Autorin ist Produktmanagerin für Zertifikate bei der Hypo-Vereinsbank.

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