Risiken für Arbeitsplätze
Niedersachsen fordert Verschiebung des Zwangspfandes um ein Jahr

Niedersachsen hat die Bundesregierung aufgefordert, die Einführung des Pflichtpfandes auf Dosen und Einweg-Flaschen um ein Jahr zu verschieben.

afp HANNOVER. Umweltminister Wolfgang Jüttner (SPD) erklärte am Dienstag in Hannover, das Land habe Bedenken, die geplante Novelle der Verpackungsverordnung wie vorgeschlagen zum 1. Januar 2002 umzusetzen. Die Folgen für die Wirtschaft und die Umwelt seien nicht kalkulierbar. Es bestünden erhebliche Risiken für Arbeitsplätze im Bereich Einweg- oder Mehrwegsysteme. Die Investitions- und Betriebskosten für die Rücknahmeautomaten führten zudem zu Preisanhebungen und erhöhten den Wettbewerbsdruck zu Gunsten großer Handelsketten.

Durch eine Verschiebung der Pflichtpfand-Einführung auf den 1. Januar 2003 erhalte die Wirtschaft Planungsspielraum, betonte Jüttner. Handel und Getränkehersteller bekämen die nötige Zeit, um kostengünstige Rücknahmesysteme für Einweg aufzubauen. Der Bundestag sollte am Freitag in letzter Lesung über das von Umweltminister Jürgen Trittin geplante Pfand befinden. Zuvor beraten die Umweltminister der Länder am Mittwoch und Donnerstag in Bremen.

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