Risikovorsorge von rund einer Milliarde Euro
WestLB erwartet für 2002 Gewinnrückgang

Deutschlands fünftgrößte Bank, die WestLB, erwartet für das laufende Jahr einen Gewinnrückgang. Die bisherige Ertragsprognose, wonach das Ergebnis mindestens auf Vorjahreshöhe liegen soll, sei nicht zu halten, sagte der Vorstandsvorsitzende der WestLB AG, Jürgen Sengera, dem Wirtschaftsmagazin DMEuro.

HB/dpa DÜSSELDORF. Dafür sei das Umfeld zu schwierig, hieß es in einem Vorab-Bericht am Dienstag. Bei der Risikovorsorge rechne Sengera mit einer Größenordnung in Vorjahreshöhe von rund einer Milliarde Euro. Einen sehr hohen Anteil daran hätten Fälle von Betrug oder Bilanzmanipulation. Daneben seien Umbaukosten zu verkraften.

Die WestLB AG umfasst die kommerziellen Aktivitäten der Westdeutschen Landesbank, die im Sommer dieses Jahres aufgespalten wurde. Mutter der WestLB AG ist die neue Landesbank NRW. Die Westdeutsche Landesbank hatte bereits im Jahr 2001 einen Gewinnrückgang verzeichnet. Der Jahresüberschuss war um 60 Prozent auf 196,3 Millionen Euro geschrumpft. Als Gründe wurden damals die schwachen Aktienmärkte, Wertberichtigungen und Umbaukosten genannt. Allein die Pleite des US-Energiehändlers Enron hatte 2001 bei WestLB eine Wertberichtigung in dreistelliger Millionenhöhe zur Folge.

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