Rivalen um US-Präsidentschaftskandidatur
Obama und Clinton treffen sich heimlich

Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama ist überraschend mit seiner unterlegenen Rivalin Hillary Rodham Clinton zu einem geheimen Treffen zusammengekommen. Beide berieten darüber, wie die Demokratische Partei nach den Vorwahlen nun wieder geeint werden könne. Auch Millionenbeträge für den Wahlkampf dürften ein Thema gewesen sein - und Clintons künftige Rolle.

HB WASHINGTON. Die beiden Senatoren veröffentlichten nach dem Treffen eine gemeinsame Erklärung. Darin betonten sie nach Angaben der "New York Times", dass sie eine "ertragreiche Diskussion über die wichtige Arbeit, die getan werden muss, um (bei den Präsidentenwahlen) im November Erfolg zu haben", gehabt hätten. Das Blatt berichtete, die Initiative zu der Begegnung sei von Clinton ausgangen.

Clinton will das Ende ihrer Kampagne und ihre Unterstützung für Obama offiziell am Samstag bekanntgeben. Sie werde dabei auch Spenden für Obama sammeln, erklärte Clinton nach Angaben von Gewährsleuten vor Geldgebern. Das Geld solle Obama und der Demokratischen Partei zugute kommen, die sich nun für den Wahlkampf mit dem Republikaner John McCain rüsten müssten. Ihre Berater schätzen, dass Clinton 50 Mill. bis 100 Mill. Dollar für den Wahlkampf sammeln kann - und es könnten deutlich mehr sein, wenn sie als seine Vizekandidatin antritt.

Clinton rief ihr Finanzkomitee am Donnerstag auf, einen anderen Gang einzulegen und Geld für Obama und die Demokratische Partei zu sammeln. Der Vorsitzende Howard Dean hat sich schon an einige Großspender von Clinton gewandt und sie aufgefordert, nun bitte die Vorwahlen zu vergessen und Obama zu unterstützen. Er habe sie gebeten, so schnell wie möglich die Kampagne von Obama zu unterstützen, sagte Steve Grossman, ein früherer Parteivorsitzender und Clinton-Anhänger.

Clinton hat bei ihrer gescheiterten Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur Schulden von mehr als 30 Mill. angehäuft. Darunter sind auch elf Mill. Dollar, die sie selbst ihrem Wahlkampfteam geliehen hat, wie Berater am Donnerstag erklärten. Auf der Suche nach Hilfe bei der Bewältigung dieser Schulden werde sich die frühere First Lady auch an Obama wenden, hieß es.

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