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Roche steigert Neun-Monats-Umsatz und bestätigt Ausblick

Das zweitgrößte Schweizer Pharmaunternehmen Roche hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2004 gesteigert und den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Die Verkäufe in den Kerngeschäften seien um 14 Prozent auf 21,9 Mrd.

dpa-afx BASEL. Das zweitgrößte Schweizer Pharmaunternehmen Roche hat seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2004 gesteigert und den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Die Verkäufe in den Kerngeschäften seien um 14 Prozent auf 21,9 Mrd. Franken (14,2 Mrd Euro) geklettert, teilte der Konzern am Donnerstag in Basel mit. Der Trend soll im weiteren Jahresverlauf anhalten.

Ausblick Bestätigt

"Für das Gesamtjahr 2004 erwarten wir eine zweistellige Umsatzsteigerung von Pharma und eine hohe einstellige Verkaufssteigerung von Diagnostics", sagte Vorstandschef Franz Humer. Der Betriebsgewinn solle ebenfalls zweistellig zulegen. Der Konzerngewinn werde "substanziell" über dem Vorjahresniveau liegen, sagte Humer. Getragen werde der Zuwachs von der Einführung neuer Medikamente.

An der Börse wurden die Umsatzzahlen mit Kursverlusten quittiert. Bis gegen 9.45 Uhr gab das Roche-Papier 1,65 Prozent auf 125,50 Schweizer Franken nach, während der SMI-Index um 0,65 Prozent auf 5 427,20 Punkte fiel. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 22,1 Mrd. Franken gerechnet, hieß es zur Begründung.

Krebsmedikament Avastin

Konzernchef Humer zeigte sich auf einer Telefonkonferenz anlässlich der Umsatzzahlen zuversichtlich, dass Avastin zur Behandlung von Dickdarmkrebs in Europa im Laufe des vierten Quartals die Marktzulassung erhält. Die Markteinführung könnte dann bereits im ersten Halbjahr 2005 vollzogen werden. "Das Verfahren ist auf gutem Wege und wir werden nach dem Erhalt der Zulassung versuchen, Avastin so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen", sagte Humer. Avastin habe sieben Monate nach Zulassung durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA bereits einen Umsatz von 452 Mill. Franken erreicht.

Für das Lungenkrebsmedikament Tarceva erwartet Humer die US-Zulassung im ersten Quartal 2005. Auch alle weiteren ausstehenden Zulassungsverfahren seien "on track", so der Roche-Chef. Zudem habe Roche die Absatzprobleme mit Xeloda in den USA gelöst. Das Medikament gegen Brust- und Dickdarmkrebs litt unter den hohen Lagerbeständen von US-Grossisten. Diese Bestände hätten sich aber bereits zu Beginn des dritten Quartals normalisiert und gegen Quartalsende habe Roche wieder Wachstum erzielt, sagte Humer. Die Verkäufe könnten also in Zukunft ein zweistelliges Wachstum erreichen. Beim größten Produkt Mabthera/Rituxan stieg der Umsatz um 31 Prozent auf 2,501 Mrd. Franken.

In den USA stehe Roche mit den Behörden in Kontakt, um bei einer großen Grippewelle die USA mit dem Medikament Tamiflu zu beliefern. Dabei sei Roche gut gerüstet, um eine höhere Nachfrage abdecken zu können. Im Berichtszeitraum stieg der Umsatz mit Tamiflu um 107 Prozent auf 237 Mill. Franken.

Gewinnmarge Beim Betriebsergebnis FÜR Pharma VON Prozent

Für die Pharmasparte rechnen die Baseler 2004 mit einer Betriebsgewinnmarge vor Sonderpositionen von rund 26 Prozent. Diese werde sich auch im nächsten Jahr auf diesem Niveau bewegen und gelte trotz zusätzlicher Kosten für die Einführung und Entwicklung neuer Produkte sowie verstärkten Wettbewerbs für das Antibiotikum "Rocephin" in den USA durch Generika, teilte Roche weiter mit. Im Segment will Roche weiterhin 2006 eine Betriebsgewinnmarge vor Sonderpositionen von rund 23 Prozent erreichen. Zudem soll die ursprünglich für 2006 erwartete Betriebsgewinnmarge von über 22 Prozent für die Gruppe schon 2004 übertroffen werden werden.

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