Roche und Bayer bestätigen Strafen
Italien verhängt Kartellbußen gegen Pharmafirmen

Die italienischen Wettbewerbsbehörden haben nach Angaben aus Branchenkreisen fünf Pharmakonzernen wegen wettbewerbsschädigendem Verhalten mit Strafen von insgesamt 30 Mill. ? (rund 45 Mill. Franken) belegt. Die Firmen hätten Absprachen bei Blutglucose-Tests getroffen, hiess es am Donnerstag in den Kreisen.

Reuters ROM/ZÜRICH. Betroffen seien Tochterunternehmen der Konzerne Roche, Bayer, Abbott Laboratories, Johnson & Johnson sowie die italienische Menarini.

Roche und Bayer bestätigten die Bussen. Ein Sprecher des Basler Roche-Konzerns sagte am Nachmittag, dass das Unternehmen neun Mill. ? Strafe zahlen solle und eine mögliche Berufung gegen den Entscheid prüfen wolle. "Wir wurden mit einer Busse von neun Mill. ? belegt. Wir werden das sorgfältig untersuchen und können erst dann entscheiden, ob wir Berufung einleger werden oder nicht," so der Sprecher.

Bereits zuvor hatte der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer bestätigt, dass seine italienischen Tochter eine Kartellbusse von sechs Mill. ? zahlen soll. Bayer will die Entscheidung anfechten. "Bayer Italia hat vor, gegen den Spruch der Behörden in die Berufung zu gehen und ist weiterhin stark daran interessiert, die Anschuldigungen zu klären," hiess es in einer Mitteilung. Das Unternehmen sei überzeugt, dass das Verhalten der Mitarbeiter bei allen geschäftlichen Transaktionen korrekt gewesen sei.

Von den italienischen Wettbewerbsbehörden war vorerst keine Stellungnahme zu erhalten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%