Roddick nimmt Revanche - Agassi schnell
Burgsmüller übersteht Drama

Leichter als erwartet haben Andre Agassi und Andy Roddick ihre ersten Hürden bei den US Open genommen, Lars Burgsmüller konnte ein erneutes Straucheln gerade noch verhindern. Nach Rainer Schüttler und Nicolas Kiefer, die nun aufeinander treffen, kämpfte sich Burgsmüller erstmals seit 1999 wieder in die 2. Runde von Flushing Meadows.

HB/dpa NEW YORK. Der Daviscup-Spieler aus Essen rang den Peruaner Luis Horna am Dienstag in einem dramatischen Fünf-Satz-Match mit 6:4, 4:6, 3:6, 7:5, 6:1 nieder. Nächster Gegner ist der letztjährige Halbfinalist Sjeng Schalken aus den Niederlanden. Die vergangenen drei der insgesamt fünf Begegnungen verlor Burgsmüller, zuletzt unterlag er Schalken glatt im Achtelfinale von Indianapolis.

"Ich muss mich steigern", bekannte der 27-Jährige selbstkritisch nach der Partie gegen Horna, der bei Bundesligist Sundern sein Mannschaftskollege ist. Andererseits stellte Burgsmüller fest: "Ich habe schlecht gespielt, trotzdem gewonnen und mein erstes Ziel erreicht. Ich war hier noch nie in der zweiten Woche, da soll die Umkleidekabine nicht mehr so voll sein."

Im vierten Satz lag Schüttler gegen seinen Freund und Trainingspartner schon 2:4 hinten, schaffte gegen den zunehmend müderen Horna aber die Wende. Den 22-Jährigen, in diesem Jahr bei den French Open sensationeller Auftaktsieger über den späteren Wimbledon- Champion Roger Federer, plagte im fünften Satz ein Krampf im linken Oberschenkel. Dies nutzte Burgsmüller nach einem Aufschlagverlust zu sechs Spielgewinnen hintereinander. So sehr Horna auch fluchte - er konnte sich kaum noch richtig bewegen und aufschlagen, wollte aber nicht aufgeben. "Der war wohl ziemlich platt. Es hat mich gepusht, dass ich ihn quasi am Boden liegen sah", sagte Burgsmüller.

Andy Roddick revanchierte sich zur Freude der einheimischen Fans für seine einzige Niederlage während der bisherigen Hartplatzsaison in Amerika. Der Führende im Champions Race gewann 6:3, 7:6 (7:2), 6:3 gegen den Briten Tim Henman, dem er in Washington vor einigen Wochen noch unterlegen war. Den Jungstar erwartet nach dem Topspiel der 1. Runde in Ivan Ljubicic aus Kroatien wieder ein unangenehmer Gegner.

Im Eiltempo absolvierte Andre Agassi sein Auftaktmatch. Der Australian-Open-Sieger und zweimalige US-Open-Gewinner servierte den zweimaligen French-Open-Finalisten Alex Corretja aus Spanien 6:1, 6:2, 6:2 ab. "Das Ergebnis spiegelt nicht wider, dass die Sätze viel enger hätten verlaufen können. Ich bin sehr zufrieden, wie ich die wichtigen Punkte gespielt habe", meinte Agassi, der nun gegen den Schweden Andreas Vinciguerra turmhoher Favorit ist. Einen Tag nach dem Abschied von Pete Sampras, dem er im vorigen Jahr im Endspiel unterlegen war, ließ der Ehemann von Steffi Graf noch keine Gedanken ans Aufhören erkennen.

Seine Abschiedsvorstellung bei den US Open hatte am Dienstag auch Michael Chang mit der Vier-Satz-Niederlage gegen den Chilenen Fernando Gonzalez gegeben. Eine erneute Enttäuschung erlebte der dreimalige French-Open-Gewinner Gustavo Kuerten. Der Brasilianer verlor 7:5, 2:6, 2:6, 6:4, 6:7 (1:7) gegen Qualifikant Dimitri Tursunow. Der in Kalifornien lebende Russe bestritt sein erstes Match bei einem Grand-Slam-Turnier.

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