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Roddick, Safin und Hewitt siegen in Houston

Das Ausharren der über 6 000 Zuschauer im Regen hatte sich gelohnt. Über zwei Stunden musste sich das Publikum im Westside Tennis Club von Houston gedulden, ehe ihr Favorit Andy Roddick beim Masters Cup der besten acht Profis endlich zum ersten Mal aufschlug.

dpa HOUSTON. Das Ausharren der über 6 000 Zuschauer im Regen hatte sich gelohnt. Über zwei Stunden musste sich das Publikum im Westside Tennis Club von Houston gedulden, ehe ihr Favorit Andy Roddick beim Masters Cup der besten acht Profis endlich zum ersten Mal aufschlug.

Und der in der texanischen Hauptstadt Austin, drei Autostunden von Houston entfernt lebende US-Star löste die Aufgabe gegen seinen Angstgegner Tim Henman mit Bravour. Der Weltranglisten-Zweite gewann sein Auftaktmatch gegen den Briten mit 7:5, 7:6 (8:6).

Einen Einstand nach Maß hatte bei der mit 4,45 Mill. Dollar dotierten Weltmeisterschaft zuvor in der gleiche Gruppe auch Marat Safin. Der US-Open-Champion von 2000 aus Moskau, der seit Wochen groß aufspielt und zuletzt die Turniere in Peking, Madrid sowie Paris- Bercy gewann, setzte sich gegen Guillermo Coria nach einer Stunde souverän mit 6:1, 6:4 durch. Der Argentinier hatte seit dem 27. Juli wegen einer Operation an der rechten Schulter kein Match mehr bestritten und kann noch immer nicht wie gewohnt aufschlagen.

Der zweimalige Masters-Gewinner Lleyton Hewitt behauptete sich im einzigen Duell der Roten Gruppe gegen Carlos Moya (Spanien) mit 6:7 (5:7), 6:2, 6:4. Die Partie musste am Vortag wegen Regens beim Stand von 5:4, 30:0 für den Australier verschoben werden. Den ersten Vergleich in dieser Gruppe hatte der Titelverteidiger und Weltranglisten-Erste Roger Federer (Schweiz) gegen French-Open-Sieger Gaston Gaudio (Argentinien) mit 6:1, 7:6 (7:4) gewonnen.

Roddick, der drei seiner bisher vier Duelle gegen Henman verloren hatte, überraschte mit einer unüblichen Spielweise. Zum Erfolg kam der 22-Jährige diesmal nicht nur durch seine hammerharten Aufschläge, er punktete mit vielen Volleys und präzisen Rückhandschlägen. "Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich schon mal so gut bewegt und so gute Volleys gespielt habe. Ich bin super zum Netz gelaufen, und das war sehr effektiv. Das war ein völlig untypisches Spiel von mir", meinte der Aufschlag-Weltrekordler, dessen Bestmarke bei 249 km/h liegt. Gegen Henman kam er "nur" auf 227 km/h.

In dem hochklassigen Match bot sich Roddick nur eine Breakchance, die er im zwölften Spiel des ersten Satzes mit einem wunderschönen Rückhandschlag nutzte. Im Tiebreak des zweiten Satzes sah Henman, mit 30 Jahren der älteste Spieler des Elitefeldes, schon wie der Gewinner aus. Er führte mit 5:2, ehe Roddick vier Punkte hintereinander gelangen und er nach 1:41 Stunden den zweiten Matchball verwandelte. "So gut habe ich seit den US Open nicht mehr gespielt. Wenn man so wie ich heute verliert, kann man eigentlich nicht traurig sein. Ich sehe die Niederlage positiv", sagte Roddicks Gegner Henman nach dem Match.

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