Röber als Brehme-Nachfolger gehandelt
Jäggi soll Vorstandschef des FCK werden

Nachfolger von Jürgen Friedrich als Vorstandschef des 1. FC Kaiserslautern soll der Schweizer René C. Jäggi werden. Entsprechende Verhandlungen bestätigte der 53-jährige Schweizer, der derzeit Präsident des Schweizer Erstligisten FC Basel ist, am Donnerstagabend in einer "Medienmitteilung". Jäggi hat sich in der Vergangenheit als Sanierungsfachmann unter anderem bei adidas in Herzogenaurach und bei der Romika GmbH in Trier einen Namen gemacht.

HB KAISERSLAUTERN. Jäggi erklärte, er habe in den letzten Tagen Gespräche mit "maßgeblichen Gremien" des FCK geführt. "Ich kann mir unter gewissen Umständen eine Zusammenarbeit mit dem 1. FC Kaiserslautern vorstellen", hieß es in der Erklärung. Die Amtszeit Jäggis beim FC Basel, den er seit 1996 führt, endet im Herbst. Eine Entscheidung zu Gunsten Kaiserslauterns innerhalb kürzester Frist sei jedoch nicht möglich, "weil noch zahlreiche Abklärungen mit dem Verein einerseits und innerhalb seiner Firmengruppe andererseits ausstehen".

In die Verhandlungen mit Jäggi, die eigentlich geheim bleiben sollten, war angeblich auch Friedrich eingeschaltet. Dass die Verhandlungen mit Jäggi an die Öffentlichkeit gelangten, ist nach Ansicht des Oppositionsführers Andreas Kirsch die "nahtlose Fortsetzung der Peinlichkeiten in der FCK-Führungsetage". Kirsch, der eigenen Angaben zufolge ebenfalls mit Jäggi telefonischen Kontakt aufgenommen hat, würde sich "nicht wundern, wenn der Wunschkandidat wegen der Indiskretionen absagt".

"Völlig fassungslos" zeigte sich Kirsch auch über die Einschaltung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck in die Führungskrise des Vereins. Beck hatte - so Kirsch - für diesen Freitag einen "Runden Tisch" vorgeschlagen, an dem die Vorstands-Mitglieder Friedrich und Gerhard Herzog, Aufsichtsratschef Robert Wieschemann, Oppositionsführer Kirsch und angeblich auch der frühere Nationalspieler Hans-Peter Briegel sitzen sollten. Kirsch betrachtete dieses Vorgehen als eine "Zumutung", weil davon ausgegangen werden könne, dass dann ein Teil der Round-Table-Teilnehmer wegen der gemeinsamen Krisensitzung von Aufsichtsrat und Vorstand am Donnerstagabend nicht mehr in Amt und Würden seien.

Nach SWR-Informationen soll als Nachfolger des in die Schusslinie geratenen Teamchefs Andreas Brehme der ehemalige Berliner Hertha-Trainer Jürgen Röber favorisiert sein. Von Röber, der von 1993 bis 1995 beim VfB Stuttgart und von 1996 bis Anfang dieses Jahres in Berlin Cheftrainer war, hatte sich Hertha BSC am 6. Februar getrennt. Seitdem ist Röber ohne Engagement.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%