Roger Federer und Rafael Nadal
Duell der Tennisgiganten setzt sich fort

Die Tennisstars Roger Federer und Rafael Nadal werden beim Olympischen Tennisturnier einmal mehr im Mittelpunkt stehen. In Peking geht es für die beiden Profis nicht nur um die Goldmedaille, sondern auch um einen weiteren Punktsieg im Duell der Giganten.

Nadal könnte dem Schweizer nach der Demütigung von Paris und dem Triumph in Wimbledon einen weiteren Nackenschlag verpassen und Federers Traum vom Olympiasieg jäh beenden. Noch nie seit der Wiederaufnahme des einst "weißen Sports" ins olympische Programm vor 20 Jahren versprach das Männerturnier mehr Drama und Klasse. Das Damenfeld ist mit den beiden Serbinnen Jelena Jankovic und Ana Ivanovic an der Spitze zwar ebenfalls hochklassig besetzt, es fehlt durch die verletzte Russin Maria Scharapowa aber der Glamour - für die Extravaganz können immerhin die Schwestern Serena und Venus Williams sorgen.

Federer letztmals an Eins gesetzt

Federer geht vorerst letztmals als Nummer eins der Setzliste in ein Tennisturnier. Am 18. August wird er von Nadal abgelöst, eine über viereinhalbjährige Ära geht dann - zu Recht - zu Ende. Dass er an seinem 27. Geburtstag am Freitag bei der Eröffnungsfeier im "Vogelnest" wie in Athen die Fahne seines Landes tragen durfte, war immerhin ein Trost für die tiefen sportlichen Enttäuschungen der letzten Monate.

Beim Duell der großen Zwei sind die beiden deutschen Starter Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler naturgemäß lediglich krasse Außenseiter. Auch sie genießen die spezielle Stimmung bei Olympia, Schüttler war der Start sogar eine Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Weltverband ITF wert, um sich seinen Traum zu erfüllen.

Beide trainierten am Freitag mit viel Spaß und guter Laune auf Platz drei der gewaltigen Tennisanlage, in der zukünftig auch das hiesige ATP-Turnier ausgetragen wird. Sie wirkten dabei extrem selbstbewusst - und beide wollen ja auch im Doppel wie vor vier Jahren wieder für Furore sorgen.

Kiefer und Schüttler mit lösbaren Aufgaben zum Start

Kiefer bekommt es in der ersten Runde mit dem Weißrussen Max Mirnyi zu tun. Schüttler spielt gegen das japanische Supertalent Kei Nishikori, müsste bei einem Erfolg dann aber wahrscheinlich gegen den Serben Novak Djokovic antreten. Der 21-Jährige könnte als lachender Weltranglisten-Dritter vielleicht sogar als Sieger des Streits zwischen Federer und Nadal hervorgehen.

"Olympia ist für jeden Sportler ein Traum", sagt Federer, "und natürlich will ich Gold gewinnen. Für mich wäre der Olympiasieg so wichtig wie ein Wimbledontitel." Pech für ihn, dass ein 22 Jahre alter Mallorquiner genau das gleiche Ziel hat: "Ich bin hier, um für mein Land eine Medaille zu gewinnen", sagte Nadal, "Olympia ist für mich etwas ganz Besonderes und ich freue mich sehr darauf."

Ohne Zweifel ist der Spanier der beste Spieler in diesem Jahr. Auf Sandplatz war er immer der Albtraum von Federer, aber nun hat er dessen Dominanz auch auf Rasen und Hartplatz beendet und steckt als Angstgegner im Kopf des Schweizers. Federer hat ein mentales Problem, wenn es gegen Nadal geht. "Die Rivalität mit Rafa ist großartig", sagt der Basler jedoch ganz tapfer, "sie ist nicht nur für Tennis toll, sondern für den Sport insgesamt." Und für Olympia.

© SID

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