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Rohölmarkt beruhigt sich nach Anschlägen - Blick nach Kairo

Am Rohölmarkt hat sich die Lage am Dienstag nach den Anschlägen auf das US-Konsulat in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda vom Vortag wieder etwas beruhigt. Am New Yorker Warenterminmarkt Nymex gaben die Preise für ein Barrel (159 Liter) um 25 Cent auf 42,73 Dollar nach.

dpa-afx SINGAPUR/WIEN. Am Rohölmarkt hat sich die Lage am Dienstag nach den Anschlägen auf das US-Konsulat in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda vom Vortag wieder etwas beruhigt. Am New Yorker Warenterminmarkt Nymex gaben die Preise für ein Barrel (159 Liter) um 25 Cent auf 42,73 Dollar nach. In der vergangenen Woche war der Ölpreis um etwa 14 Prozent eingebrochen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) war am Montag ebenfalls leicht gestiegen. Nach Angaben des Opec-Sekretariats in Wien kostete ein Barrel (159 Liter) Opec-Öl 34,89 Dollar im Vergleich zu 34,53 am vergangenen Freitag. Der so genannte Korbpreis der Opec ist der Durchschnittspreis aus sechs wichtigen Rohölsorten des Kartells und einer mexikanischen Sorte.

Treffen DER Opec-Minister

Der Blick richtet sich jetzt auf das Treffen der Opec-Minister an diesem Freitag in Kairo. Der amtierende Präsident der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec), Purnomo Yusgiantoro (Indonesien), sprach sich für eine Anpassung des bisher geltenden Preisbandes für Opec-Rohöl aus. Der bisher gültige Richtpreis von 22 bis 28 Dollar pro Barrel müsse sowohl die Inflation als auch den sinkenden Dollarkurs seit 2001 reflektieren, sagte Yusgiantoro nach Angaben der Nachrichtenagentur Opecna (Jakarta) vom Dienstag.

Yusgiantoro hatte sich in der vergangenen Woche dafür ausgesprochen, die gültigen Förderquoten der elf Opec-Mitgliedsländer von insgesamt 27 Mill. Barrel pro Tag auf der kommenden Opec - Konferenz nicht zu senken. Beobachter in Wien rechnen jetzt damit, dass die Opec stattdessen darauf dringen wird, die zur Zeit bei rund 28,5 Mill. Barrel täglich liegende Förderung angesichts sinkender Preise wieder auf die fest vereinbarten Quoten für die einzelnen Länder zurückzuschrauben. Opec-Analysten gehen davon aus, dass der weltweite Bedarf an Rohöl bereits im vierten Quartal 2004 um bis zu 1,5 Mill. Barrel pro Tag zurückgegangen ist.

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