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Rohölpreis mit neuem Rekord an der Nymex - Opec sieht höheren Bedarf

Der Ölpreis ist am Mittwoch an der New Yorker Warenterminbörse Nymex vor Bekannthabe der US-Lagerbestände erstmals über die Marke von 47 $ je Barrel (159 Liter) gestiegen. Der Preis kletterte bis auf 47,04 $ und übertraf damit das erst am Vorabend aufgestellte Allzeithoch von 46,96 $. In London kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober zuletzt 43,16 $ und blieb damit deutlich unter dem am Montag erreichten Rekordhoch von 44,11 $.

dpa-afx NEW YORK. Der Ölpreis ist am Mittwoch an der New Yorker Warenterminbörse Nymex vor Bekannthabe der US-Lagerbestände erstmals über die Marke von 47 $ je Barrel (159 Liter) gestiegen. Der Preis kletterte bis auf 47,04 $ und übertraf damit das erst am Vorabend aufgestellte Allzeithoch von 46,96 $. In London kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Oktober zuletzt 43,16 $ und blieb damit deutlich unter dem am Montag erreichten Rekordhoch von 44,11 $.

Das amerikanische Energieministerium veröffentlicht am Nachmittag (16.30 Uhr) neue Zahlen zu den Rohöl-Lagerbeständen in den USA. Experten rechnen mit dem dritten wöchentlichen Rückgang in Folge. Der Sturm "Charley" hatte bei Öl- und Erdgasbohrinseln im Karibikraum zu Produktionsausfällen geführt.

"Im Moment wird jedes Haar in der Suppe gesucht, um den hohen Ölpreis zu rechtfertigen", sagte Ölaktien-Analyst Ralph Herre von der Lbbw. Der Markt sei von Nervosität gekennzeichnet und reagiere empfindlich auf jede negative Nachricht.

Opec Erhöht Prognose

Unterdessen erhöhte die Opec ihre Prognose für die weltweite Rohölnachfrage in den Jahren 2004 und 2005. Grund sei der höher als erwartet ausgefallene Verbrauch im ersten Quartal und die ungebrochene Stärke der Weltwirtschaft, teilte die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am Mittwoch in ihrem Monatsbericht August mit.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) bezeichnete den hohen Ölpreis als Risiko für die weltwirtschaftliche Entwicklung und auch für die Konjunktur in Deutschland. "Wir müssen weiter weg vom Öl", sagte Schröder in Berlin. Die Bundesregierung sei dabei mit ihrer Energiepolitik auf dem richtigen Weg. Allerdings dürfe man die Lage auch nicht dramatisieren. Gegenwärtig gebe es noch keine negativen Konsequenzen.

Banken Bleiben Gelassen

Auch aus Sicht der deutschen Privatbanken sind die hohen Ölpreise keine Gefahr für die Erholung der deutschen Wirtschaft. Selbst bei einem geringfügig nachlassenden Wachstumstempo sei für 2004 weiter mit einem Wachstum von 1,75 % zu rechnen, teilte der Bundesverband deutscher Banken in seinem Konjunkturbericht mit. Zwar könnten die weltwirtschaftlichen Impulse für den Export etwas schwächer werden. Es bestehe aber Aussicht auf eine bessere Binnenkonjunktur. Zinserhöhungen solle es nicht geben.

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