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Rohölpreise setzen Talfahrt vierten Tag in Folge fort

Die Rohölpreise haben am Mittwoch nach einer kurzen Unterbrechung ihre vier Tage währende Talfahrt fortgesetzt. Dabei haben die Notierungen in London und New York wichtige Marken unterschritten. An der New Yorker Warenterminbörse Nymex rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl zur Oktoberauslieferung bis auf 43,25 $ ab. Das waren 1,96 $ weniger als am Vortag und der niedrigste Stand seit knapp drei Wochen.

dpa-afx NEW YORK. Die Rohölpreise haben am Mittwoch nach einer kurzen Unterbrechung ihre vier Tage währende Talfahrt fortgesetzt. Dabei haben die Notierungen in London und New York wichtige Marken unterschritten. An der New Yorker Warenterminbörse Nymex rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl zur Oktoberauslieferung bis auf 43,25 $ ab. Das waren 1,96 $ weniger als am Vortag und der niedrigste Stand seit knapp drei Wochen.

Am Mittwochmorgen waren die Ölpreise nach einer dreitägigen Talfahrt zunächst wieder leicht gestiegen. In der Vorwoche hatte der Ölpreis in New York noch an der 50-Dollar-Marke gekratzt.

Auch in London gab der Ölpreis am späten Nachmittag wieder deutlich nach. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober sank am Abend um 1,37 $ auf 40,95 $. Händler führten den unerwartet geringen Benzinverbrauch in der vergangenen Woche in den USA als Begründung für die sinkenden Ölpreise an.

Hwwa: Noch Keine Dauerhafte Entspannung

Allerdings bleiben die Angaben zur Lagerbestandsentwicklung in den USA weiter widersprüchlich. Zunächst reagierten die Ölmärkte nach Einschätzung von Infinity-Analyst John Person auf die Daten der American Petroleum Industry (API). Dann zeigten die Daten des US-Energieministeriums, dass der Rückgang doch nicht so kräftig war. Die API-Daten zeigten einen Rückgang um 3,4 Mill. Barrel, während das Ministerium den Rückgang mit 1,7 Mill. Barrel bezifferte.

Die Händler hatten sich auf einen viel kräftigeren Rückgang der Lagerbestände um fünf bis sieben Mill. Barrel eingestellt, sagte Person. Die Benzin-Lagerbestände blieben laut Energieministerium im Berichtszeitraum unverändert bei 205,7 Mill. Barrel. Hier hatten Marktbeobachter einen Rückgang erwartet.

Die sinkenden Ölpreise in den vergangenen Tagen werden nach Einschätzung des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (Hwwa) noch nicht als dauerhafte Entspannung des Marktes gesehen. Möglicherweise orientiere sich der Markt wieder stärker an den Fundamentaldaten von Angebot und Nachfrage, sagte Hwwa-Ölexperte Klaus Matthies. Es sei nach wie vor genug Öl zur Versorgung der Märkte vorhanden und die Preise seien mit mehr als 45 $ für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent extrem hoch gewesen. Bei negativen Nachrichten könne der Preis aber schnell wieder in die Höhe schießen.

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