Rohstoffe für Lithium-Ionen-Akkus gefragt: Graphit Kropfmühl erwartet schwarze Zahlen

Rohstoffe für Lithium-Ionen-Akkus gefragt
Graphit Kropfmühl erwartet schwarze Zahlen

Der Rohstoffveredler Graphit Kropfmühl (GK) will nach dem Abrutschen in die Verlustzone durch die Konzentration auf hochwertige Produkte im laufenden Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben.

Reuters MÜNCHEN. Vor Steuern werde ein Gewinn von 0,3 bis 0,5 Millionen Euro nach einem Vorjahresverlust von 0,9 Millionen Euro erwartet, sagte Finanzchef Martin Ebeling am Freitag auf der Bilanz-Pressekonferenz in München. Der Umsatz solle um rund sieben Prozent auf 68 Millionen Euro steigen. Im ersten Quartal realisierte GK exakt dieses Umsatzwachstum und verbuchte Erlöse von 16,5 (Vorjahreszeitraum 15,3) Millionen Euro.

Derzeit diskutiert das Unternehmen aus dem niederbayerischen Hauzenberg bei Passau mit seinen Banken die Finanzierung einer für 2005 geplanten Anlage für die Herstellung von so genannten Hochwertgraphiten. Angesichts der derzeitigen Lage an den Finanzmärkten sei eine Kapitalerhöhung aber ausgeschlossen. Auf dem Frankfurter Parkett notierte die GK-Aktie gegen Mittag mit 10,65 Euro unverändert.

Starke Nachfrage nach hochwertigen Graphiten

Für die neue Produktion benötigt GK Ebeling zufolge zunächst sieben Millionen Euro, falls es zu dem angestrebten Ausbau kommt, weitere zwei Millionen Euro. "Es wird eher eine Mischung aus Fremdmitteln und kapitalähnlichen Mitteln sein, wobei ich mich da noch nicht festlegen kann", sagte er mit Blick auf die Finanzierung. Eine denkbare Möglichkeit sei auch eine Beteiligungsgesellschaft.

Wachstumschancen sieht Graphit Kropfmühl vor allem bei hochwertigen Graphiten, die etwa in Lithium Ionen-Akkus sowie bei Kunststoffprodukten benötigt werden. "Da ist die Nachfrage höher als was wir momentan leisten können", sagte Ebeling.

2002 war GK wegen hoher Strompreise und Kosten für die Restrukturierung von Beteiligungen in Asien mit 0,9 (2001: plus 3,2) Millionen Euro vor Steuern in die roten Zahlen gerutscht. Der Umsatz erreichte mit 63,9 (64,2) Millionen Euro in etwa das Vorjahresniveau. Auf eine Dividende für 2002 will GK verzichten.

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