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Rolff und Röber Kandidaten für Köstner-Nachfolge

Wolfgang Rolff und Jürgen Röber gelten beim Karlsruher SC als aussichtsreichste Nachfolge-Kandidaten für den entlassenen Trainer Lorenz-Günther Köstner. Nach der offiziellen Beurlaubung hat bei dem abstiegsbedrohten Zweitligisten die intensive Suche nach einem „Retter“ begonnen.

dpa KARLSRUHE. Wolfgang Rolff und Jürgen Röber gelten beim Karlsruher SC als aussichtsreichste Nachfolge-Kandidaten für den entlassenen Trainer Lorenz-Günther Köstner. Nach der offiziellen Beurlaubung hat bei dem abstiegsbedrohten Zweitligisten die intensive Suche nach einem "Retter" begonnen.

Der frühere KSC-Profi Rolff hat allerdings noch einen Vertrag bei Werder Bremen als Co-Trainer bis 2006. Röber, der unlängst dem TSV 1 860 München abgesagt hatte und seit seiner Entlassung beim VfL Wolfsburg ohne Arbeit ist, wäre sofort zu haben.

Vereinspräsident Hubert Raase Köstner hatte über die Trennung informiert. "Schlechte Nachrichten muss immer der Präsident überbringen", erklärte der Werbemittel-Unternehmer. "Menschlich ist das eigentlich schade, weil wir wissen, dass Köstner ein guter Trainer und akribischer Arbeiter ist." Dass der 52 Jahre alte Franke dennoch seine Papiere abholen muss, liegt nach Raases Ansicht mehr an den Umständen als an Köstners Qualitäten. "In dieser Konstellation Mannschaft/Trainer war eine Zusammenarbeit einfach nicht mehr sinnvoll."

Köstner nahm den Rauswurf relativ gefasst auf. "Ich bin natürlich enttäuscht, weil ich das Schiff in rauer See über zwei Jahre lang auf Kurs gehalten und in dieser Zeit mitgeholfen habe, den Verein vor der Insolvenz zu bewahren", sagte er den "Badischen Neuesten Nachrichten". "Ich habe meine Bereitschaft erklärt, weiter zu arbeiten und ich habe Kraft genug, noch einmal die Ruhe zu bewahren." Er sei sich sicher, dass die Mannschaft in der Rückrunde noch 25 bis 28 Punkte holen könne. Nach der Hinrunde ist der KSC Vorletzter.

Der neue Mann soll möglichst beim Trainingsauftakt am 28. Dezember präsentiert werden. "Wir wollen uns ohne Druck umschauen", sagte Sportdirektor Rolf Dohmen. "Wenn es der 29. oder 30. wird, ist es auch nicht schlimm." Wer in diesem Fall das Team trainieren soll, hat Dohmen noch nicht geklärt. Raase möchte jedoch den Wunschtermin einhalten. "Wichtig ist daher, dass wir jetzt den Kreis der Kandidaten überschaubar gestalten."

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