Rom verabschiedet Notfallplan gegen Bioterrorismus
Polizei-Hauptquartier in Montreal nach Bakterienalarm geräumt

Das Polizeihauptgebäude der kanadischen Provinz Quebec ist nach einem Bakterienalarm geräumt worden. Die mehr als 1000 Mitarbeiter in der Zentrale in der Hauptstadt Montreal wurden evakuiert, nachdem per E-Mail ein Päckchen mit angeblich gefährlicher bakteriologischer Substanz angekündigt worden war, wie mehrere Fernsehsender am Donnerstag berichteten. Das Päckchen wurde demnach im selben Gebäude in einem Labor gefunden und zur Untersuchung eingeschickt. Ein Ergebnis lag zunächst nicht vor.

afp MONTREAL/ROM. Im US-Bundesstaat Florida wurde bereits am Mittwoch ein Mann festgenommen, der angegeben hatte, er stelle in seiner Wohnung Milzbrand-Erreger her. Sicherheitskräfte fanden vor Ort jedoch lediglich Schädlingsbekämpfungsmittel. Dem Mann drohen nach Auskunft eines Polizeisprechers wegen "Bedrohung der Öffentlichkeit mit Massenvernichtungswaffen" bis zu 15 Jahre Haft.

Die italienischen Behörden verabschiedeten einen Notfallplan gegen Bioterrorismus, wie Gesundheitsminister Girolamo Sirchia in Rom bekannt gab. Der Minister rief die Bevölkerung dazu auf, "keine Apotheken zu stürmen und sich nicht auf Gasmasken zu stürzen". Italien stehe kein bakteriologischer Krieg bevor, sondern allenfalls vereinzelte Terroranschläge. Der Plan sieht vor allem die bessere Schulung von Ärzten und Apothekern vor. Zudem sollen Informationsnummern für die Bevölkerung eingerichtet werden und zwei Spezialstellen für rasche biologische Analysen geschaffen werden.

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