Romero in Führung
Mühsamer Start für Bernhard Langer

Der deutsche Golf-Profi hat wie Topfavorit Tiger Woods dem hohen Erwartungsdruck am ersten Tag der «Deutsche Bank - SAP Open» nur mit Mühe stand gehalten.

dpa ST. LEON-ROT. Der 44 Jahre alte deutsche Ausnahmegolfer beendete am Freitag seine erste Runde bei dem mit 2,7 Mill. DM dotierten PGA-Turnier in St. Leon-Rot nach 73 Schlägen im Mittelfeld. Woods tat sich bei seinem Saisondebüt in Europa mit 69 Schlägen über den langen Par-72-Kurs leichter als Langer, lag aber zwei Schläge hinter dem zunächst führenden Argentinier Eduardo Romero (67) zurück.

«Es gibt so Tage, da fällt kein Ball beim Putten. Zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht», ärgerte sich Langer über drei, vier verschenkte Schläge, die den Schwaben schon am ersten Tag ins Hintertreffen brachten, «da muss ich mich morgen wieder rankämpfen.» Um 8.10 Uhr - zehn Minuten vor dem Tiger - war der Anhausener auf die Runde gegangen und hatte sich selbst mit einem Bogey unter Druck gesetzt. Als er bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad im Schatten an seinem 9. Loch angekommen war, unterlief ihm das gleiche Pech wie beim Start. Erst mit dem fünften statt dem vierten Schlag bugsierte er den Ball zum Bogey ins Loch.

«Der Platz spielt sich für mich wesentlich schwerer als für Longhitter wie Woods oder Romero», versuchte Langer den kleinen aber deutlichen Unterschied zwischen ihm und der von mehr Länge beim Abschlag profitierenden Konkurrenz zu erklären. Während der Schwabe seine Bälle in den engen Landezonen bei 260 Metern zwischen den Hindernissen platzieren musste, schlug Woods die Bälle einfach über die Bunker und Teiche hinweg, die Langer im Weg lagen. Das machte häufig einen Unterschied von 50 Metern aus.

Am Applaus der Fans, die zu Tausenden den Spuren von Woods und Romero folgten, konnte Langer ermessen, wie ihm der Tiger im Flight hinter ihm auf den Fersen war. «Ich habe nicht mein bestes Golf gespielt, aber ich habe mich sehr wohl gefühlt», meinte der Amerikaner nach seiner Runde mit Hindernissen und überraschend kräftigen Emotionsausbrüchen. Am 17. Grün landete der Ball so dicht im Sand an der Bunkerkante, dass auch der beste Golfer der Welt beim Schlagversuch auf das Grün hängen blieb und der Ball nur ins tiefe Semi-Rough (Gras) kullerte. Vor Wut über die Schwäche traktierte der Weltranglisten-Erste den Rasen, bevor er nur zum Bogey einlochte.

Romero dagegen leistete sich erst am letzten Loch seiner brillanten Runde ein Bogey, als dem 47 Jahre alten Schwergewicht aus Cordoba schon sechs Birdies gelungen waren. Im Vorjahr hatte er die Konkurrenz auch mit einer 66er-Einstiegsrunde überrascht, bevor er am Ende hinter Sieger Woods auf den 14. Rang abfiel. Die Mitfavoriten auf den Siegerscheck von 864 000 DM wie der Vorjahreszweite Michael Campbell (Neuseeland) oder Retief Goosen (Südafrika) waren erst in der zweiten Gruppe gegen Mittag an den Start gegangen.

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