Ron Sommer in der Kritik
Regierung bestreitet Einmischung bei der Telekom

Die Bundesregierung hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Politik habe Einfluss auf die Diskussion um eine Ablösung von Ron Sommer, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Telekom AG, genommen. Die Kritik einer Einmischung seitens der Bundesregierung sei ungerechtfertigt, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums (BMF) vwd am Montag in Berlin.

vwd BERLIN. "Ich kenne keine abschließende Haltung der Bundesregierung", die öffentlich gemacht wurde, betonte der BMF-Sprecher. Aus Sicht der Regierung gehöre das Thema "in den Aufsichtsrat der Telekom". Dort werde der Bund als Mitglied seine Meinung vertreten, aber nicht öffentlich, sagte der BMF-Sprecher.

Es sei festzuhalten, dass sich am Wochenende nicht die Bundesregierung, sondern die Opposition zu dem Thema geäußert habe. Sollte die Aufsichtsratssitzung der Telekom am Dienstag Ergebnisse haben, "werden wir uns äußern", sagte der BMF-Sprecher. Dann erst könne "offiziell" zur Kenntnis genommen werden, was die Gremien des Unternehmens entschieden hätten. Bislang seien auch die Meldungen, dass Ron Sommer gehen werde, Teil der Spekulationen.

Zu der Bild-Meldung vom Montag, der Regierung stehe ein Rechtsstreit ins Haus, weil US-Aktionäre prüften, ob der Hauptaktionär Bund "unbotmäßigen" Einfluss auf Aufsichtsratsmitglieder ausgeübt habe, wollte der BMF-Sprecher keine Stellung nehmen. "Ich sehe keine Veranlassung, Spekulationen zu kommentieren", sagte der Sprecher des Finanzministeriums.

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