Ronald Schill bleibt dabei: Nach der Wahlschlappe will er jetzt auswandern: Ab nach Südamerika

Ronald Schill bleibt dabei: Nach der Wahlschlappe will er jetzt auswandern
Ab nach Südamerika

Er hätte der Raum für hochfliegende Träume sein können – der „Zeppelin“-Saal im Airport Hotel. Den nämlich hatte sich die Pro-DM-Schill Partei für ihre Wahlparty reservieren lassen. Ein kalt-warmes Buffet mit Lachs und Roastbeef harrte der 220 handverlesenen Anhänger des Hamburger Polit-Rambos Ronald Schill.

HAMBURG. Er hätte der Raum für hochfliegende Träume sein können - der "Zeppelin"-Saal im Airport Hotel. Den nämlich hatte sich die Pro-DM-Schill Partei für ihre Wahlparty reservieren lassen. Ein kalt-warmes Buffet mit Lachs und Roastbeef harrte der 220 handverlesenen Anhänger des Hamburger Polit-Rambos Ronald Schill. Deren einhellige Meinung: Der Sprung in die Bürgerschaft ist sicher. Doch den hochfliegenden Träumen folgte - wie bei Zeppelin - der Absturz.

"Das glaube ich nicht", kommentiert Horst Zwengel die erste Prognose, die Schill am Sonntagabend bei drei Prozent sieht. Der Koordinator für die Beschilderung hofft vergebens auf die Trendwende in den Hochrechnungen. Sie bleibt aus. Die Partei scheitert an der Fünf-Prozent-Hürde. Bitternis breitet sich aus. Von einer Medienkampagne gegen Schill ist die Rede. 90 Prozent der Wahlplakate seien zerstört worden, lamentiert Schill vor den Kameras.

Dabei war Schill klebetechnisch dem CDU-Spitzenkandidaten Ole von Beust in der Hamburger Alsterkrugallee um Längen voraus. Nach der Planung der CDU-Wahlkampfstrategen hingen die Wahlplakate vandalensicher in drei Meter Höhe an den Laternen. Von dort sollte das Konterfei des CDU-Spitzenkandidaten die auf der Ausfallstraße in die nördlichen Vororte strebenden Hamburger milde anlächeln. Allein - die Rechnung wurde ohne das Hamburger Wetter gemacht. Auf den weiß beschichteten Platten hielt der Kleber nicht. Wind und Nässe ließen die Beust-Bilder auf die Straße flattern.

Anders Ronald Schill. Wagenburgartig haben seine Anhänger nicht zwei, sondern gleich vier Schill-Plakate auf kleberfreundlichem Pressholz um jeden verfügbaren Baum an der Straße montiert, die zum Schauplatz der Schillschen Wahlparty führt. Die Plakate sind mit soliden Kabelbindern fixiert, Strippen der Art, auf die auch Sicherheitskräfte gern als Einmalfesseln zurückgreifen. Doch genützt hat auch das nichts.

Seite 1:

Ab nach Südamerika

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%