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Rooney vor Wechsel zu Manu - Newcastle feuert Robson

Der Wechsel von Wayne Rooney zu Manchester United scheint nur noch eine Frage von Stunden - der FC Everton trauert seinem Jungstar jedenfalls bereits hinterher.

dpa MANCHESTER/HAMBURG. Der Wechsel von Wayne Rooney zu Manchester United scheint nur noch eine Frage von Stunden - der FC Everton trauert seinem Jungstar jedenfalls bereits hinterher.

"Das ist der schwerste Sommer meines Lebens. Niemand wird größeren Schmerz empfinden als ich, wenn Wayne geht", gab Evertons Vorsitzender Bill Kenwright unumwunden zu. Manchester United hatte sein erstes Angebot im Wett-Rennen mit Newcastle United, das eine 35-Millionen-Offerte in den Ring geworfen hatte, noch einmal auf 37,5 Mill. ? aufgestockt.

Da geriet das 0:0 am 30. August zwischen Manchester und Everton einen Tag vor dem Ablauf der Transferfrist fast in den Hintergrund. Dennoch zeigte es die Sturmprobleme von Manchester auf, das nach vier Spielen in der Premier League erst einen Sieg hat und bereits sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Arsenal London hat.

Uefa-Cup-Teilnehmer Newcastle United trennte sich unterdessen nach vier Spielen ohne Sieg von Trainer Bobby Robson und ist nun auf der Suche nach einem Nachfolger. Der ehemalige englische Nationalcoach hatte das Amt vor fünf Jahren übernommen. "Ich bin fürchterlich enttäuscht, meinen Job hier nicht zu Ende machen zu können", meinte Robson, der Newcastle vor zwei Jahren in die Champions League geführt hatte.

Der 18-jährige Rooney, der bei der EM in Portugal mit seinen vier Treffern bis zu seinem Mittelfußbruch im Viertelfinale gegen Gastgeber Portugal für Furore gesorgt hatte, hatte Evertons Vorsitzendem seinen Entschluss mitgeteilt, den Verein verlassen zu wollen. "Man konnte spüren, wie schmerzlich dies für ihn war", meinte Kenwright, der nicht minder leidet. "Ich versuche mich daran zu erinnern, dass niemand gestorben ist oder ein Bein verloren hat und dass man das alles in Relation sehen muss", so der Vorsitzende weiter, "doch ehrlich gesagt, lindert das nicht den Schmerz".

Rooney selbst belastet die Situation mittlerweile immer mehr. Viele Fans reagierten verärgert auf seine Wechselabsicht und machten ihrem Unmut Luft. Trainer David Moyes sprach von der größten Enttäuschung, die er im Fußball-Geschäft bislang erlebt habe.

Er sei entsetzt über einige Aussagen, die von Evertons Seite getroffen worden seien, meinte Rooney dazu: "Es ist allen von uns klar, dass es Zeit ist für mich zu gehen." Der bullige Angreifer war mit 16 Jahren und 361 Tagen der jüngste Debütant in der Premier League. Mit seinem Verkauf könnte Everton seinen Schuldenberg von 60 Mill. ? fast komplett abtragen.

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