Rosenmontagsumzug findet am 3. März statt
Närrischer Start in "Fünfte Jahreszeit"

Mit lautem "Alaaf" und "Helau" hat am Montag pünktlich um 11.11 Uhr der Karneval begonnen. Trotz wirtschaftlicher Krisenstimmung und hoher Arbeitslosigkeit schien die Begeisterung in den närrischen Hochburgen ungebrochen. Allein in der Kölner Innenstadt brachten sich mehr als 30 000 meist schrill kostümierte Jecken mit Tanz und Gesang in Hochstimmung. Auch im Osten, im hohen Norden und im Süden Deutschlands wurde gefeiert.

HB/dpa KÖLN/MÜNCHEN. In Berlin stürmte das Prinzenpaar Hans III. und Jutta I. das Rathaus. In München wurde auf dem Viktualienmarkt bei Freibier, Weißwürsten und angenehmen Föhnwetter-Temperaturen die Faschingssaison eröffnet. In Mainz wurde zum Auftakt der Session traditionsgemäß das Närrische Grundgesetz proklamiert. "Wir wollen uns nicht zu ernst nehmen", heißt es darin in Artikel elf.

Unter dem Motto "Klaaf und Tratsch - auf kölsche Art..." ("Schwatz und Tratsch - auf kölsche Art...") versammelten sich in der Domstadt Köln die Jecken zum Singen und Schunkeln am zentralen Alter Markt. Absoluter Höhepunkt der Session ist der Rosenmontagsumzug am 3. März.

"Hoppeditz" erwachte aus dem Tiefschlaf

In Düsseldorf erweckten die Narren mit dem Mottolied "Läwe on Läwe losse" (Leben und Leben lassen) ihre Symbolfigur "Hoppeditz" aus dem Tiefschlaf. In Bonn begann die Session unter dem Motto "Circus Bonncalli". In Berlin steuerten die Alt-Bonner und-Kölner zielstrebig ihr Stammlokal "Ständige Vertretung" an.

In der sachsen-anhaltinischen Karnevalshochburg Köthen übernahm das Kinderprinzenpaar Anne I. und Erik II. die Macht. "Die Leute wollen aus dem Alltag ausbrechen", sagte der örtliche Karnevals- Präsident Ronald Mormann zur Faszination des Karnevals in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Dagegen rechnen zahlreiche Karnevalsvereine in Rheinland-Pfalz und in Saarbrücken wegen des aktuellen Sparkurses mit weniger Jecken bei den Prunksitzungen. In Thüringen eröffneten mehr als 300 Karnevalsvereine mit Paraden und Feiern die Faschingszeit.

Im schleswig-holsteinischen Marne hat die Saison bereits in der Nacht zum Sonntag mit einer großen Jubiläums-Prunksitzung begonnen. Die Stadt gilt ebenso wie Braunschweig, wo Prinz Tadeusz I. in das historische Altstadtrathaus einzog, als eine Hochburg des norddeutschen Karnevals. "Versprochen wird alles, gehalten wird nix!", lautet seit dem 11.11. das Regierungsprogramm in Bremen. Nur die schwäbisch-alemannischen Narren lassen sich noch Zeit: Sie holen ihr "Häs" genanntes Narrengewand erst zum Dreikönigstag aus dem Schrank. Der ADAC riet Autofahrern dringend, bei den Karnevals- Feierlichkeiten auf Alkohol zu verzichten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%