Rosenmontagszüge verliefen meist friedlich: 350 000 schunkeln bei Veilchendienstagszug

Rosenmontagszüge verliefen meist friedlich
350 000 schunkeln bei Veilchendienstagszug

Der bundesweit größte Karnevalsumzug am Veilchendienstag ist in Mönchengladbach nach Polizeiangaben von rund 350 000 Narren bejubelt worden.

HB/dpa MÖNCHENGLADBACH/DÜSSELDORF/KÖLN. Der bundesweit größte Karnevalsumzug am Veilchendienstag ist in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) nach Polizeiangaben von rund 350 000 Narren bejubelt worden. Bei strahlendem Sonnenschein meldete Zugleiter Elmar Esser 4110 Narren in dem über fünf Kilometer langen Zug. Unter dem Motto "Gladbach, ich flieg auf dich", zogen 75 Festwagen, 74 Fußgruppen und 35 Musikkapellen durch die Stadt.

Die Düsseldorfer Polizei berichtete von "mehr Alkohol, mehr Aggressivität und viel Arbeit". Auch in Köln stieg die Zahl der Polizeieinsätze im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Die von Millionen Menschen begleiteten Rosenmontagszüge sind in Nordrhein-Westfalen ohne größere Zwischenfälle ins Ziel gerollt. Allerdings berichteten die Einsatzkräfte von zum Teil erhöhter Aggressivität unter den Narren und von deutlich mehr Verletzten durch Glasscherben. Die Straßen waren damit übersät, denn seit Einführung des Dosenpfands werde wieder mehr aus Flaschen getrunken.

In Köln leisteten fast 400 Sanitäter 215 Mal Hilfe. Im Vergleich zum Vorjahr seien das nur halb so viel Einsätze gewesen, sagte ein Sprecher am Dienstag. 135 leicht verletzte Narren wurden ambulant an der Zug-Strecke versorgt, 80 mussten in Krankenhäuser gebracht werden. In Düsseldorf endete für 120 Jecken der Karneval im Krankenhaus. Vor allem Schnittwunden hätten für Tränen gesorgt. Die Düsseldorfer Polizei berichtete von "mehr Alkohol, mehr Aggressivität und viel Arbeit".

Auch die Kölner Polizei hatte mit knapp 870 Einsätzen bis zum frühen Dienstagmorgen deutlich mehr zu tun als im Vorjahr (620). Vor allem betrunkene Jugendliche sorgten für Randale und Streit. Beim Rosenmontagszug selbst gab es aber wie in Düsseldorf kaum Probleme. Im rheinischen Monheim wurden drei Polizisten verletzt, als sie einen Flaschenwerfer festnahmen. Der Bundesgrenzschutz berichtete von "unschönen Szenen" an den Bahnhöfen bei der Abreise der Narren. In Düsseldorf musste sogar der Bahnverkehr zeitweise unterbrochen werden, weil in einer S-Bahn eine schwere Schlägerei wütete. In Essen wurde ein 60-jähriger Mann festgenommen, der einen sechsjährigen Jungen im Streit um eine Kamelle getreten hatte. Weitgehend störungsfrei verliefen die Rosenmontagszüge im Münsterland. Bei rund 100 000 Narren in Münster fielen lediglich fünf Anzeigen wegen Körperverletzung an, teilte die Polizei am Dienstag mit. Im Hamm wurden 14 Menschen verletzt. In Hagen nahm die Polizei 17 Störer fest.

Am Aschermittwoch wird das feierliche Ende der Karnevalssession zelebriert. In Köln wird der "Nubbel" als Symbol des Karnevals dem Feuer geopfert und in Düsseldorf die Traditionsfigur "Hoppeditz" beerdigt.

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