Roßkopf als Fahnenträger im Gespräch
Boll ist der unumstrittene Star

Timo Boll ist heiß auf Olympia - und der sicherste Medaillenkandidaten im deutschen Tischtennisteam. Doch auch seine Teamkollegen gehen nicht chancenlos ins Rennen um das olympische Edelmetall.

HB DÜSSELDORF. Für den Hessen sind die angenehmen Stunden gezählt. Nach einem zweiwöchigen Urlaub in Ägypten befindet sich der Tischtennis-Europameister von 2002 seit Anfang Juli in der Olympia-Vorbereitung. "Ich bin wieder heiß auf Training. Die Quälerei fehlt einem doch irgendwie. Es gibt aber auch allen Grund, motiviert zu sein", erläuterte der 23-jährige Linkshänder und Team-WM-Zweite seine großen Olympia-Ambitionen.

Die Langzeitplanung des früheren Weltranglisten-Ersten ist ganz auf Athen abgestimmt. Hartnäckige Rückenbeschwerden könnten aber einen Strich durch die Rechnung machen. Beim ersten Lehrgang in Cuxhaven trainierte Boll, der zusammen mit Zoltan Fejer-Konnerth auch Doppel spielt, nur dosiert. "Danach sieht es bei Timo aber deutlich besser aus", berichtete Cheftrainer Dirk Schimmelpfennig.

Neben Boll, der bereits für die dritte Runde gesetzt ist und im Viertelfinale auf einen Chinesen treffen könnte, haben Jörg Roßkopf/Lars Hielscher und Nicole Struse/Elke Schall bei guter Auslosung Medaillenchancen. Denn auch Favorit China darf nur zwei Doppel nominieren. Zudem müssen die Duos aus einem Land in der gleichen Hälfte starten. Ein chinesisches Doppel-Finale ist damit ausgeschlossen.

Rekord-Nationalspieler Jörg Roßkopf bereitet sich derweil schon auf seine fünften Olympischen Spiele vor. Der Dritte von 1996 gilt beim NOK als Fahnenträger-Kandidat für die Eröffnungsfeier. "Das wäre etwas ganz Besonderes, für ihn und für unsere Sportart", meinte der Cheftrainer.

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