Archiv
Rostock nach 0:2 gegen Nürnberg nun Letzter

Hansa Rostock bleibt der Fluch im heimischen Ostseestadion treu. Auch im sechsten Heimspiel der Saison kassierte die Mannschaft des glücklosen, aber von den Club-Gewaltigen weiterhin nicht in Frage gestellten Trainers Juri Schlünz eine glatte Niederlage.

dpa ROSTOCK. Hansa Rostock bleibt der Fluch im heimischen Ostseestadion treu. Auch im sechsten Heimspiel der Saison kassierte die Mannschaft des glücklosen, aber von den Club-Gewaltigen weiterhin nicht in Frage gestellten Trainers Juri Schlünz eine glatte Niederlage.

Im "Duell der Kellerkinder" triumphierte der 1. FC Nürnberg mit 2:0 (0:0) und verbesserte sich dank eines Doppelschlags von Markus Schroth (56./59. Minute) mit dem ersten Sieg im Ostseestadion auf Platz zwölf der Fußball-Bundesliga. Für Rostock, das in der ersten Halbzeit das Geschehen bestimmte, endete die längste Pleitenserie auf eigenem Platz mit einem Pfeifkonzert der 12 000 Zuschauer und dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz.

"Das ist eine schwarze Stunde, wenn man zum sechsten Mal nacheinander zu Hause verliert", meinte Schlünz. "Wir wollten heute den Bock umstoßen, und in der ersten Halbzeit waren wir auch die bessere Mannschaft. Aber Hansa hat noch immer die Kurve bekommen und das wird auch jetzt wieder so sein. Mit mir."

Mit drei Stürmern wollte Schlünz die Pleitenserie im sechsten Anlauf endlich beenden: Magnus Arvidsson, Antonio di Salvo und Marcus Allbäck sollten die von "Club"-Trainer Wolfgang Wolf gezwungenermaßen wieder neu formierte Abwehr der Franken durcheinander wirbeln. Doch die Angreifer fanden in Raphael Schäfer ein ums andere Mal ihren Meister. Der Keeper rettete Nürnberg den glücklichen Premieren-Sieg nach drei Niederlagen und einem Unentschieden an der Ostsee.

"Jetzt ist die Situation dramatisch. Aber wir werden nach wie vor keine Trainer-Diskussion anfangen", sagte Hansas Vorstands-Chef Manfred Wimmer. Seinem Trainer stärkte er den Rücken. "Wir stehen vorbehaltlos zu Juri Schlünz. Und das bleibt auch so. Er ist der richtige Mann, uns da unten wieder raus zu holen", lautete sein in der Branche unüblich gewordenes Bekenntnis.

Der enorme Druck im Abstiegskampf war auch Wolf auf der Nürnberger Bank anzumerken, der auf seine gesperrten bzw. verletzten Stamm-Abwehrspieler einmal mehr verzichten musste. "So eine Situation hatte ich noch nie", meinte der 47-Jährige, der sich bei seinem Torhüter für das Unentschieden zur Pause bedanken durfte. Denn im Sturm herrschte in der ersten Halbzeit zumeist Flaute.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, als der "Club" sofort das Kommando übernahm. Nun trumpften die Gäste auf und wurden belohnt. Zwei Mal war es Schroth, der per Kopf erfolgreich war. Zunächst verwertete er eine Flanke von Dominik Reinhardt (56.), nur drei Minuten später war es Ivica Banovic, der den von den Münchner "Löwen" gekommenen Stürmer glänzend einsetzte. Hansa antwortete wütend, aber der überragende Schäfer war nicht zu bezwingen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%