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Rote Indizes zum Wochenanfang

Ein bewegter Übernahme-Monday ist an den New Yorker Börsen einheitlich im Minus zuende gegangen. Der Dow Jones landete mit 11195 Punkten und der Nasdaq Index mit 3896 in den roten Zahlen. Schwächelnde Computerwerte verdammten die Indizes in die negativen Zahlen. Auch die Kursgewinne des Finanz- und Einzelhandelssektors konnten nicht mehr helfen.

Schlechte Kritik und Übernahmegerüchte ließ Unternehmen am Wochenanfang leiden. Bei Hewlett-Packard sorgte der Merger-Monday, der große Übernahmetag, nicht für die erhoffte Feststimmung. Der zweitgrößte Computerhersteller steht wegen Übernahmegerüchten ganz oben auf der Verliererliste der 30 Standardwerte. Spekulationen, nach denen das Unternehmen plane das Consulting-Geschäft von PricewaterhouseCoopers zu übernehmen, lösen bei den Anlegern keine Glücksgefühle aus. Auch Donaldson, Lufkin & Jenrette warnt die Investoren bereits vor der Akquisition. IBM litt unter einem negativen Kommentar von Goldman Sachs. Analystin Laura Conigliaro bestätigte den Wert zwar auf der Empfehlungsliste, senkte jedoch die Wachstumserwartungen für das dritte und vierte Quartal. Auch die Ertragserwartungen für das vierte Quartal korrigierte die Analystin nach unten. Die Fundamentaldaten des Unternehmens seien zwar erfreulich, doch der schwache Euro werde dem Unternehmen in Zukunft das Leben schwer machen. An der Nasdaq verlieren die Computer- und Chipaktien wie Cisco und Oracle. Dass Übernahmegerüchte immer eine gute und eine schlechte Seite haben, mussten Medtronic und Cyberonics feststellen. Der Cyberonics Wert schoss aufgrund einer angeblichen Kaufabsicht des Herzschrittmachers Medtronic mit über 60 Prozent in die Höhe. Medtronic dagegen verliert leicht. Gemunkelt wird über einen Kaufpreis von etwa 480 Millionen Dollar. Cyberonics ist auf die Behandlung von Epilepsie spezialisiert. Medtronic bietet 26 Dollar pro Cyberonics Aktie. J.P. Morgan stand zum Wochenauftakt ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die Übernahme-Spekulationen beim US-Investmenthaus spitzten sich zu, nachdem Finanzchef Peter Hancock am Freitag seinen Hut genommen hat. Schon vergangene Woche kursierte die Nachricht, die Deutsche Bank wolle das Unternehmen kaufen. Ob überhaupt und wer letztendlich der Käufer ist, steht noch in den Sternen. J.P. Morgan schließt bei drei Prozent im Plus. Und noch eine Übernahme. Akquisitionsnachrichten beflügelten auch den Kurs von Goldman Sachs. Die Investmentbank steht kurz vor der Einigung mit Spear, Leeds & Kellogg. Für den Kaufpreis von sieben Millionen will das Investmenthaus den elektronischen Aktienhändler übernehmen. Der schwache Euro-Kurs belastet US-Unternehmen mit einem hohen Exportanteil nach Europa. Dazu zählten der Turnschuhproduzent Nike und der größte Getränkehersteller Coca-Cola Die Wall Street Börsianer schütteln die Köpfe über die europäischen Finanzminister, die keine Stützungskäufe veranlassen. Wal-Mart profitierte von einer Kaufempfehlung der Banc of America. Die Aktie wird mit einem Kursziel von 62 Dollar auf "kaufen" eingestuft. Wal-Mart sei eines der anerkanntesten Unternehmen weltweit, so die Begründung. Nur wenige Unternehmen könnten ein vergleichbares Gewinnwachstum vorweisen. Die Einkaufsempfehlung katapultierte den Einzelhändler mit vier Prozent ins Plus. B2B-Entwickler Commerce One konnte zum Wochenanfang aufatmen. Nach einem Bericht des Wall Street Journals gibt die US-Wettbewerbsbehörde voraussichtlich grünes Licht für Covisint, dem bislang größten Internet-Automobil-Marktplatz. Initiiert haben das Projekt Ford DaimlerChrysler und General Motors, denen die Verlegung ihrer Handelsaktivitäten ins Internet enorme Kosten spart. Nachdem zum Wochenanfang Prudential Securities die Commerce One Aktie mit einem Kursziel von 90 Dollar empfohlen hat, sonnt sich der Wert im Plus.

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