Rote Karte gegen russischen Torhüter
Portugals Pflichtsieg gegen zehn Russen

Mit einem glanzlosen Pflichtsieg hat Gastgeber Portugal die gewaltigen Erwartungen auf eine erfolgreiche Fußball- Europameisterschaft mühsam aufrechterhalten und Russland als erstes Team aus dem Turnier geworfen.

HB LISSABON. Beim 2:0 (1:0) gegen am Ende nur noch zehn Russen blieben die Hausherren am Mittwochabend in Lissabon aber erneut den Beweis schuldig, dass sie zum Favoritenkreis zählen. Vor 60 000 Zuschauern im nicht ausverkauften Estadio da Luz trafen Nuno Maniche (7.) und Rui Costa (89.) zum Erfolg der Portugiesen, die am Sonntag gegen Spanien einen weiteren Sieg für den Sprung unter die letzten Acht benötigen. Die enttäuschenden Russen, bei denen Torwart Sergej Owtschinnikow (45.) wegen Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte sah, warten in diesem Jahr weiter auf den ersten Sieg.

Portugals brasilianischer Weltmeister-Coach Luiz Felipe Scolari hatte aus der 1:2-Auftaktpleite gegen Griechenland Konsequenzen gezogen und seine Mannschaft auf gleich vier Positionen umgestellt. Überraschend fehlte in der fast komplett ersetzten Viererkette auch Kapitän Fernando Couto. Dafür kam im Mittelfeld wie erwartet Deco an Stelle von Rui Costa zum Zuge - und der Wunschspieler des FC Bayern München führte sich gleich gut ein. Mit einem Traumpass überlistete der Spielmacher Russlands umgekrempelte Hintermannschaft und Maniche vollstreckte freistehend eiskalt zur umjubelten frühen Führung.

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