Rote Zahlen im dritten Quartal
Viva senkt Prognosen für 2003

Der vor zehn Jahren an den Start gegangene Kölner Musiksender Viva Media AG hat im dritten Quartal auf Grund rückläufiger Werbeeinnahmen einen Verlust verbucht.

HB DÜSSELDORF. Für das Gesamtjahr 2003 senkte der Medienkonzern erneut seine Prognose und erwartet nun einen operativen Verlust statt eines ausgeglichenen Ergebnisses. Von Juli bis September sei vor Zinsen und Steuern ein Verlust (Ebit) von 2,8 Millionen Euro angefallen nach einem Plus von 0,2 Millionen Euro im Jahr zuvor, teilte das im Kleinwertesegment SDax notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Der Umsatz sei auf 21,3 Millionen Euro von 27,3 Millionen Euro gefallen.

In den ersten neun Monaten sei bei einem Umsatz von 71,5 (Vorjahr: 82,0) Millionen Euro ein operativer Verlust von 2,6 Millionen Euro verbucht worden. In dem Gewinn des Vorjahres von 19,3 Millionen Euro hatten die Erlöse aus dem Verkauf von Viva Plus an Time Warner positiv zu Buche geschlagen. Für das vierte Quartal gehe der Vorstand nicht von einer deutlichen Belebung der deutschen Musik-TV Werbeumsätze aus, so dass die ursprünglich gesetzten Ziele nur zum Teil erreicht würden, hieß es.

Wenngleich der Umsatz erwartungsgemäß stabil bleiben dürfte, werde operativ ein Verlust anfallen. Darüber hinaus würden Abschreibungen auf Firmenwerte ausländischer Töchter, eine Wertberichtigung auf latente Steuern und eine Rückstellung für die mit Time Warner vereinbarte Kaufpreisanpassung für Viva Plus belasten. Allein die Kaufpreisanpassung werde aber liquiditätswirksam, allerdings voraussichtlich erst 2005.

Ursprünglich hatte Viva für 2003 ein leichtes Umsatzplus und eine Verbesserung des operativen Gewinns angepeilt. Im Jahresverlauf korrigierte das Unternehmen seine Prognosen. 2002 hatte Viva nach zwei verlustreichen Jahren die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft und bei einem Umsatz von 113 Millionen Euro einen operativen Gewinn von 30 Millionen Euro verbucht. Darin enthalten war der Erlös aus dem 49-prozentigen Anteilsverkauf von Viva Plus Fernsehen GmbH an den US-Medienkonzern AOL Time Warner in Höhe von 30,0 Millionen Euro.

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