"Roten Teufel" spielten wenigstens in der Abwehr ordentlich
Auch Lautern fliegt aus dem UEFA-Cup

Nach dem Hamburger SV und Hertha BSC ist der 1. FC Kaiserlautern der dritte deutsche Club, der in ersten Runde des UEFA-Cups seine Segel streichen muss.

HB TEPLICE. Die ersatzgeschwächten "Roten Teufel" verloren am Donnerstag auch das Rückspiel beim FK Teplice mit 0:1 (0:0) und konnten den ersten Erstrunden-K.o. im UEFA-Cup seit 20 Jahren nicht mehr abwenden. Vor 14 000 Zuschauern raubte das Tor von Henrik Bencik (69.) den Pfälzern, die schon das Hinspiel gegen die Tschechen mit 1:2 verloren hatten, den letzten Funken Hoffnung. Eine ordentliche Abwehrleistung sollte dem FCK immerhin Selbstvertrauen für das Richtung weisende Bundesligaspiel am Sonntag gegen den Hamburger SV geben.

"Die Partie ist kein Schicksalsspiel", hatte FCK-Vorstandschef Rene C. Jäggi vor dem Anstoß noch einmal deutlich gemacht, dass der Stuhl von Trainer Erik Gerets selbst bei einer Niederlage nicht akut gefährdet sei. Er erwarte allerdings eine ordentliche Leistung der Mannschaft, betonte der Schweizer. Doch die Ausfälle von Kapitän und Abwehrchef Aleksander Knavs (Muskelfaserriss), Steffen Freund (Fußverletzung) sowie Vratislav Lokvenc konnten die Pfälzer bei ihrer geplanten Aufholjagd nicht kompensieren. Weil der tschechische Nationalstürmer wegen einer Achillessehnenreizung passen musste, verstärkte Gerets das Mittelfeld mit Thomas Riedl. Der Slowene Knavs wurde in der Viererkette von Lucien Mettomo vertreten.

Die größte Möglichkeit, nach dem durch dumme Abwehrfehler verlorenen Hinspiel doch noch eine Wende herbeizuführen, vergab ausgerechnet Miroslav Klose. Der Nationalstürmer scheiterte in der 21. Minute im Nachsetzen an Torhüter Tomas Postulka, der zuvor einen Schuss von Kamil Kosowski nicht festhalten konnte. Der FCK spielte im Mittelfeld gefällig mit, allerdings waren die Offensivaktionen der Pfälzer nicht zwingend genug. Zudem stand Klose bis zu seiner Auswechslung gegen Halil Altintop (55.) in vorderster Front gegen mehrere tschechische Abwehrspieler meist auf verlorenem Posten.

Dafür war Tim Wiese diesmal wieder ein sicherer Rückhalt für seine Mannschaft. Der 21-jährige Torhüter, der vor drei Wochen auf dem Betzenberg beide Treffer für Teplice verschuldet hatte, wehrte mit einer Glanzparade den Schuss von Pavel Horvath (17.) ab und behielt auch drei Minuten später gegen Pavel Verbir die Oberhand. Gegen den aus kurzer Distanz abgegebenen Schuss von Bencik zum 1:0 war allerdings auch Wiese machtlos. Danach verloren die Lauterer zunehmend den Glauben an sich selbst und ergaben sich in die Niederlage.

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