Roth behält sich erneute Bundestagskandidatur offen
Schröder lehnt Forderung nach Stopp der Bombardements ab

Bundeskanzler Gerhard Schröder lehnt die Forderung der Grünen nach einem Stopp der Luftangriffe auf Afghanistan ab. Dies sei die Meinung von Grünen-Chefin Claudia Roth, sagte Schröder am Montag und fügte hinzu: "Das ist nicht die Politik der Bundesregierung, und wird auch nicht die Politik der Bundesregierung werden."

ap/ddp BERLIN. Roth hatte nach ihrer Pakistan-Reise und unter Berufung auf UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson eine Aussetzung der Bombardements gefordert, damit humanitäre Hilfe für die afghanische Bevölkerung geleistet werden könne. Während die Opposition Roth vorwarf, der Regierung in den Rücken zu fallen, sagte die Grünen-Vorsitzende, sie habe die gemeinsame Linie der Koalition nicht verlassen. Der Grüne Parteirat hatte Roths Forderung am Montag unterstützt.

Die Grünen-Vorsitzende ließ indes eine mögliche Kandidatur für den Bundestag im nächsten Jahr weiter offen. Sie werde "zum gegebenen Zeitpunkt" eine Entscheidung bekannt geben, sagte Roth am Montag nach einer Grünen-Parteiratssitzung in Berlin. Sie halte es für "abartig, darüber jetzt nachzudenken", fügte sie mit Blick auf die Situation in Afghanistan hinzu.

Roths Co-Vorsitzender Fritz Kuhn hatte in der vergangenen Woche bestätigt, dass er sich 2002 um ein Bundestagsmandat bewerben wolle. Nach der derzeitigen Satzung der Partei können die Grünen-Vorsitzenden aufgrund der Trennung von Amt und Mandat nicht dem Parlament angehören. Roth hatte ihr Bundestagsmandat im Zuge ihrer Wahl zur Parteichefin im März 2001 aufgegeben.

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