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Roudnup: VW dementiert Spekulationen über Kapitalerhöhung - Aktie erholt sich

Erneute Spekulationen um eine anstehende Kapitalerhöhung über zwei Mrd. Euro haben am Freitag die Aktie des Wolfsburger Autobauers Volkswagen zeitweilig unter Druck gesetzt. Ein Unternehmenssprecher wies die Gerüchte jedoch am Morgen auf Anfrage zurück.

dpa-afx WOLFSBURG. Erneute Spekulationen um eine anstehende Kapitalerhöhung über zwei Mrd. Euro haben am Freitag die Aktie des Wolfsburger Autobauers Volkswagen zeitweilig unter Druck gesetzt. Ein Unternehmenssprecher wies die Gerüchte jedoch am Morgen auf Anfrage zurück. Der Kurs der VW-Aktie erholte sich anschließend. Nach einem Tagestief von 33,77 Euro stand das Papier zuletzt bei 1,92 Prozent im Minus bei 34,23 Euro.

Auslöser der Gerüchte war nach Angaben von Händlern offenbar eine Studie der Deutschen Bank, in der die Analysten eine Kapitalerhöhung als "worst scenario" angenommen hatten. Darin wurden genaue Bedingungen genannt wie die Ausgabe von 84 Mill. Aktien, ein Bezugspreis von 25 Euro und ein Bezugsverhältnis von 4:1. Diese Details hatten am Finanzmarkt im Anschluss die Runde gemacht und das Gerücht erhärtet. Der VW-Sprecher bezeichnete die Gerüchte jedoch als unbegründet.

Schon länger kommen an der Börse immer wieder Gerüchte über eine bevorstehende Kapitalerhöhung auf, die der Konzern regelmäßig dementiert. Zuletzt wurde etwa nach dem Scheitern der Gespräche zwischen dem Emirat Abu Dhabi und Volkswagen über den Einstieg bei der niederländischen Leasinggesellschaft Leaseplan unter Experten über eine Kapitalerhöhung spekuliert.

Deutsche Bank Senkt Prognose

Erst am Vortag hatte die Deutsche Bank ihre Prognosen für Volkswagen gesenkt. Die Analysten erwarten 2005 nun einen operativen Gewinn von 2,6 statt zuvor 3,7 Mrd. Euro. Das Programm Formotion werde voraussichtlich statt 2,2 nur 1,6 Mrd. Euro an Einsparungen bringen, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Bank bestätigte ihre Einstufung "Hold" und das Kursziel von 32 Euro.

Der Konzern wird in der kommenden Woche seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlichen. Diese werden von geplanten drastischen Kostensenkungen und dem aktuellen Tarifkonflikt überschattet. Der Streit zwischen Arbeitnehmern und Management droht inzwischen zu eskalieren. Nach einer ergebnislosen vierten Tarifrunde am Donnerstag in Hannover rücken Arbeitsniederlegungen bei dem Autobauer immer näher.

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