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Roundup 2: adidas übertrifft Erwartungen im 3. Quartal - Aktie gibt nach

Europas größter Sportartikelhersteller adidas-Salomon hat im dritten Quartal seinen Gewinn gesteigert und die Erwartungen der Analysten knapp übertroffen.

dpa-afx HERZOGENAURACH. Europas größter Sportartikelhersteller adidas-Salomon hat im dritten Quartal seinen Gewinn gesteigert und die Erwartungen der Analysten knapp übertroffen. Gleichzeitig bekräftigte das Unternehmen am Mittwoch seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr und stellte eine höhere Dividende in Aussicht. Wegen eines Rückgangs der Auftragsbestände im Hauptmarkt Europa geriet die Aktie unter Druck.

Der währungsbereinigte Konzernumsatz werde 2004 um etwa fünf Prozent ansteigen, während der Gewinn um etwa 20 Prozent zulegen soll, teilte adidas-Salomon in Herzogenaurach mit und bekräftigte damit frühere Prognosen. Für 2005 erwartet das Unternehmen ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Der Gewinn werde voraussichtlich zwischen zehn und 15 Prozent zulegen.

'Stärker und Wettbewerbsfähiger ALS Jemals Zuvor'

"Es ist heute schon absehbar, dass 2005 ein weiteres großartiges Jahr für adidas-Salomon werden wird", sagte Konzernchef Herbert Hainer. "Wir sind stärker und wettbewerbsfähiger als jemals zuvor."

Finanzchef Robin Stalker bekräftigte erneut die Absicht einer höheren Ausschüttung an die Aktionäre im laufenden Geschäftsjahr. "Die Dividende wird wohl höher ausfallen", sagte Stalker bei einer Telefonkonferenz. In den beiden zurückliegenden Jahren hatte die Dividende 1,00 Euro betragen.

Heimatmarkt Bereitet Schwierigkeiten

Im dritten Quartal steigerte adidas-Salomon den Konzerngewinn um 19 Prozent auf 179 Mill. Euro. Das Betriebsergebnis stieg um 16 Prozent auf 313 Mill. Euro, während der Umsatz um fünf Prozent (währungsbereinigt +9%) auf 1,953 Mrd. Euro zulegte. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn von 175,4 Mill. Euro, einem Betriebsgewinn von 301 Mill. Euro und einem Umsatz von 1,96 Mrd. Euro gerechnet.

Der Auftragsbestand in Europa ging dagegen um vier Prozent zurück. Hier erlöst der Konzern mehr als die Hälfte seines Umsatzes. "Besonders in Deutschland und Italien ist das Einzelhandelsgeschäft schwierig", sagte Hainer. Große Hoffnungen setzt adidas auf die Fußball-Weltmeisterschafts 2006 in Deutschland. Das "WM-Fieber" werde bereits in der zweiten Jahreshälfte 2005 für positive Impulse sorgen. "Die Europa-Auftragsbestände für das erste Quartal 2005 sind positiv und wir erwarten weiterhin ein einstelliges Wachstum in diesem und im kommenden Jahr", sagte Hainer.

Schuh-Probleme

An der Börse gaben die Aktien von adidas-Salomon am Vormittag um 2,67 Prozent auf 111,20 Euro nach und gehörte damit zu den schwächsten Werten im Dax . Analyst Christian Schindler von der Landesbank Rheinland-Pfalz sprach von "guten Quartalszahlen, aber grauen Wolken über Europa". Zudem trübe die Rückrufaktion von zwei Basketballschuh-Modellen die Stimmung, sagten Analysten von Helebatrust.

Wegen Materialproblemen an der Sohle hat adidas 200 000 Paar Schuhe zurückgerufen. Betroffen sind die beiden Bastketballschuh-Modelle "Superstar Ultra" und "Pro Team". Die Kosten für die Rückrufaktion belaufen sich Unternehmensangaben zufolge auf weniger als zehn Mill. Euro und sind bereits voll im abgelaufenen dritten Quartal verbucht worden.

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