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Roundup 2: Bayer bringt Chemietochter Lanxess Anfang 2005 an Börse - Spin-OffDPA-Datum: 2004-07-16 14:08:15

(dpa-AFX) Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer < BAY.ETR > wird seine Chemietochter Lanxess Anfang 2005 durch eine Übertragung an die bestehenden Aktionäre an die Börse bringen. Der Vorstand habe sich für ein "Spin-Off" entschieden, teilte der Konzern am Freitag in Leverkusen mit. Die heutigen Eigentümer des Vermögens blieben damit automatisch Eigner der aufgeteilten Werte, sagte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning.

(dpa-AFX) Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer < BAY.ETR > wird seine Chemietochter Lanxess Anfang 2005 durch eine Übertragung an die bestehenden Aktionäre an die Börse bringen. Der Vorstand habe sich für ein "Spin-Off" entschieden, teilte der Konzern am Freitag in Leverkusen mit. Die heutigen Eigentümer des Vermögens blieben damit automatisch Eigner der aufgeteilten Werte, sagte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning.

Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Mitte November sollen die Aktionäre den Vorstandsbeschluss absegnen. Die Einzelheiten zur Umsetzung des Spin-Offs werden in der Einladung zur Hauptversammlung voraussichtlich im Oktober mitgeteilt. Analysten sehen die Weichenstellung des Vorstandes als "keine große Überraschung". Das Umfeld für Börsengänge sei weiter schwach. Der Aktienkurs reagierte kaum. In einem etwas festeren Markt legte der Kurs um 0,63 Prozent auf 22,43 Euro zu.

Kein Frisches Kapital

"Der Spin-Off ist in der derzeitigen Verfassung des Kapitalmarktes der beste Weg an die Börse für Lanxess", sagte Wenning. Bayer hatte den Weg des Börsengangs bisher offen gehalten und die Entscheidung von der Entwicklung des Kapitalmarktes abhängig gemacht. Als Alternative galt neben dem nun gewählten Weg auch die öffentliche Platzierung (IPO) der Aktien.

"Das ist keine große Überraschung", sagte Analyst Dennis Nacken von Helabatrust. Swen Dopke von M.M. Warburg vertrat die gleiche Meinung. Schließlich sei in jüngster Zeit bereits alles auf eine Übertragung der Aktien an die bestehenden Aktionäre hinausgelaufen. Nacken wies aber darauf hin, dass mit der Entscheidung gegen ein IPO der Zustrom frischen Kapitals ausbleibe. "Sicherlich wäre ein IPO für Bayer die attraktivere Variante gewesen, aber man muss sich auch der Realität stellen", sagte Nacken. Das Marktumfeld für Börsengänge sei schwierig. Bayer habe für Zukäufe genug Reserven.

Geschäftsentwicklung IM Rahmen DER Erwartungen

In Lanxess brachte Bayer seine margenschwachen Chemie- und Polymeraktivitäten ein. Zum 1. Juli ging Lanxess als selbständige Bayer-Tochter an den Start. Mit 20.000 Mitarbeitern erwirtschaftete das Unternehmen 2003 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte die Gesellschaft bei leicht rückläufigem Umsatz auf 1,5 Milliarden Euro das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 5,4 Prozent auf 136 Millionen Euro verbessert.

Nach Einschätzung von Wenning liegt die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft "im Rahmen der Erwartungen". Der designierte Vorstandsvorsitzende von Lanxess, Axel Heitmann, zeigte sich erfreut, dass die interne Entscheidung über die Form des Börsengangs jetzt gefallen sei. Lanxess werde weiter auf einen erfolgreichen Beginn der eigenen Unternehmensgeschichte hinarbeiten. "Wir wollen die Aktionäre davon überzeugen, dass die Lanxess-Aktie ein lohnendes Investment ist", sagte Heitmann. Lanxess strebt eine Notierung im Mdax < Mdax.ETR > an.

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