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Roundup 2: Bayer liefert in Q3 überraschend freundliches Bild - Experten

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat mit seinem Bericht zum dritten Quartal nach Einschätzung von Analysten ein überraschend freundliches Bild geliefert.

dpa-afx LEVERKUSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat mit seinem Bericht zum dritten Quartal nach Einschätzung von Analysten ein überraschend freundliches Bild geliefert. Neben dem Anspringen der Chemiekonjunktur haben sich bei dem überraschend hohen operativen Ergebnissprung insbesondere geringer als erwartete Belastungen durch den Patentablauf seines Hauptumsatzträgers im Pharmageschäft Cipro bemerkbar gemacht, heißt es einhellig unter Analysten. Die Aktie legte in einem knapp behaupteten Marktumfeld um 1,39 Prozent auf 24,00 Euro zu.

"Beim jahrelangen Problemkind Pharma gibt es einen ersten Hoffnungsschimmer", sagte Analyst Michael Butscher von der Bayerischen Landesbank der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Auch Oliver Theisen, Analyst bei der WestLB zeigte sich positiv davon überrascht, dass die stärkere Konkurrenz beim Breitbandantibiotikum Cipro nicht so hart durchgeschlagen hat als erwartet. Andere Produkte glichen den negativen Effekt aus.

Gesundheit Überrascht Positiv

"Das Gesundheitsgeschäft ist die positive Überraschung des Quartalsberichts" sagte Theisen. Auch Helabatrust-Analyst Dennis Nacken verweist auf die "sehr erfreuliche" Entwicklung bei Pharma und den Biologischen Produkten. Unterdessen sei die Erhöhung der Umsatz- und operativen Ergebnisprognose für das Gesamtjahr angesichts des positiven Konjunkturumfeldes für die Chemieindustrie "keine große Überraschung".

Butscher bekräftigte nach den Quartalszahlen seine Einstufung mit "übergewichten" und hob seine Schätzung für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) und Sondereinflüssen im laufenden Jahr um 200 Mill. bis 250 Mill. Euro auf 2,2 Mrd. Euro an. Die vorgelegten Zahlen böten Grund zum Optimismus. Auch das Schlussquartal 2004 dürfte dank der robusten Chemiekonjunktur nicht schlechter laufen als das dritte Quartal.

Lipobay-Debakel

Beim Lipobay-Debakel könnte nach Einschätzung von Butscher unterdessen bereits das letzte Kapitel aufgeschlagen sein. Denn aus Bayer-Sicht sind in den USA derzeit weniger als 100 weitere Fälle bekannt, in denen ein Vergleich in Frage kommt. Im November ist die Zahl der anhängigen Klagen gegen Bayer im Zusammenhang mit dem Cholesterinsenker Lipobay (Baycol) weiter auf 7 169 zurückgegangen. Bayer erzielte inzwischen 2 895 außergerichtliche Einigungen. Diese Einigungen schlagen bei Bayer mit rund 1,1 Mrd. Dollar zu Buche.

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