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Roundup 2: Brand in Karlsruher Mineralölraffinerie - keine Verletzten

(dpa-AFX) Karlsruhe - Ein Brand in der Karlsruher Mineralölraffinerie Oberrhein (Miro) hat am Freitag einen Millionenschaden verursacht. Verletzte gab es nicht. Es habe zu keiner Zeit die Gefahr einer Brandkatastrophe für die Gesamtanlage bestanden, sagte der Leiter Qualität und Sicherheit von Miro, Thomas Maier, der Presse. Auch seien bei Luftmessungen keine gefährlichen Schadstoffe festgestellt worden. Die Brandursache ist noch unklar.

(dpa-AFX) Karlsruhe - Ein Brand in der Karlsruher Mineralölraffinerie Oberrhein (Miro) hat am Freitag einen Millionenschaden verursacht. Verletzte gab es nicht. Es habe zu keiner Zeit die Gefahr einer Brandkatastrophe für die Gesamtanlage bestanden, sagte der Leiter Qualität und Sicherheit von Miro, Thomas Maier, der Presse. Auch seien bei Luftmessungen keine gefährlichen Schadstoffe festgestellt worden. Die Brandursache ist noch unklar.

Laut Miro war das Feuer mit bis zu 40 Meter hohen Flammen im Werk II gegen 11.20 Uhr in einem knapp 200 Meter hohen Kamin einer Benzin- Entschwefelungsanlage ausgebrochen. Anschließend habe es durch rund 300 Grad heißes verdampfendes Benzin eine Verpuffung gegeben. Nach einem lauten Explosionsknall sei der weiße Kamin zu zwei Dritteln eingestürzt. Gravierende Schäden an benachbarten Anlagen seien vorerst nicht festgestellt worden, hieß es. Miro verfügt über insgesamt fünf Benzin-Entschwefelungsanlagen.

Ein zunächst vermisster Mitarbeiter wurde unverletzt entdeckt. Über 70 Feuerwehrleute, darunter 30 Angehörige des Werk- Brandschutzes, waren vor Ort. Das Feuer war nach Angaben Maiers nach etwa 45 Minuten unter Kontrolle und kurze Zeit später weitgehend gelöscht. Wegen einer 200 Meter hohen Rauchwolke wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Die Produktion in Werk I der Raffinerie sei von dem Vorfall nicht betroffen gewesen. Auch im Werk II seien jene Anlagenteile, die nicht mit der Benzinentschweflungsanlage zusammenhingen, weiter in Betrieb, teilte das Miro-Notfallcenter am frühen Nachmittag mit.

Die Miro ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Kraftstoffraffinerie. Im vergangenen Jahr wurden in der Anlage am Karlsruher Rheinhafen 15,3 Millionen Tonnen Rohöl zu Otto- und Dieselkraftstoffen sowie zu leichtem Heizöl verarbeitet. Der Umsatz lag bei 4,4 Milliarden Euro.

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