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Roundup 2: Continental steigert Quartalsgewinne - Preiserhöhungen möglich

Der Autozulieferer Continental hat den operativen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert und seine Jahresprognosen bestätigt. Zugleich schoss der Überschuss wegen eines einmaligen Steuereffekts in den USA und geringerer Zinskosten in die Höhe, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.

dpa-afx HANNOVER. Der Autozulieferer Continental hat den operativen Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteigert und seine Jahresprognosen bestätigt. Zugleich schoss der Überschuss wegen eines einmaligen Steuereffekts in den USA und geringerer Zinskosten in die Höhe, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Die Aktie geriet allerdings leicht unter Druck, weil Analysten mit einem noch besseren Ergebnis gerechnet hatten.

Wegen der negativen Auswirkungen der gestiegenen Stahlpreise denkt Conti unterdessen über Preiserhöhungen nach. "Sollte es zu weiteren Rohmaterialpreissteigerungen kommen, wird es sicherlich im Replacement (Ersatzgeschäft) Preiserhöhungen geben", sagte Finanzvorstand Alan Hippe am Mittwoch der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Gespräche mit den Automobilherstellern liefen.

Analysten Hatten Mehr Erwartet

Die Conti-Aktie verlor am Vormittag zuletzt 0,68 Prozent auf 43,50 Euro und entwickelte sich damit schwächer als der Dax . "Da Conti die Marktprognosen erstmals seit langer Zeit operativ nicht übertreffen konnte, fällt die Aktie ins Minus", sagte Analyst Rolf Woller von der Hypovereinsbank. Der Experte sprach dennoch von einem im Vergleich zur Konkurrenz "starken Ergebnis".

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) war im Quartal binnen Jahresfrist von 261 auf 292 Mill. Euro geklettert. Der Quartals-Überschuss legte von 49,5 auf 209 Mill. Euro zu. Die von dpa-AFX befragten Analysten hatten lediglich einen Überschuss von 155 Mill. Euro erwartet. Dazu habe ein steuerlicher Einmaleffekt von 60 Mill. Euro in den USA beigetragen, erklärte Hippe. Dies werde sich im vierten Quartal nicht wiederholen.

Conti Will Eine-Milliarde-Euro-Marke Überspringen

Konzernchef Manfred Wennemer bekräftigte die Prognosen für 2004 und 2005. Im laufenden Jahr werde das operative Ergebnis - exklusive der Umstrukturierungskosten im US-Werk Mayfield - "mit deutlich mehr als einer Milliarde Euro eine neue Rekordmarke erreichen", sagte er. Mitte Oktober hatte er betont, das Ebit werde um "mindestens 120 Mill. Euro" über dem Vorjahr (855 Mill. Euro) liegen. "Für das Jahr 2005 rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses gegenüber 2004", betonte Wennemer.

Der Gewinn je Aktie (EPS) stieg auf 1,54 (0,36), verwässert wuchs er auf 1,32 (0,35) Euro. Der Umsatz zwischen Juli und September legte auf 3,057 (2,838) Mrd. Euro zu und verfehlte damit die durchschnittliche Prognose der Analysten (3,075 Mrd Euro). Alle Sparten Automotive Systems, PKW-Reifen, Nutzfahrzeug-Reifen und Contitech konnten Umsatz und operativen Gewinn per September steigern.

In den ersten neun Monaten stieg der Conti-Gewinn vor Zinsen und Steuern um 17,6 Prozent auf 777,3 Mill. Euro. Die Umsatzrendite verbesserte sich von 7,8 auf 8,4 Prozent. Der Umsatz kletterte von 8,485 auf 9,214 Mrd. Euro. Der Überschuss legte per Ende September um 75,8 Prozent auf 430,6 Mill. Euro zu. Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf 3,17 (1,86) Euro.

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