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ROUNDUP 2: DaimlerChrysler-Tochter Fuso will alle Fahrzeuge überprüfenDPA-Datum: 2004-06-28 18:01:29

TOKIO (dpa-AFX) - Der zu DaimlerChrysler < DCX.ETR > gehörende japanische Lastwagenbauer Mitsubishi Fuso < MMR.SQ1 > < MMO.FSE > will in einer beispiellosen Aktion alle von ihm gebauten Fahrzeuge in den Werkstätten überprüfen. Die Aktion betreffe alle Fahrzeuge, nicht nur die 800.000, die im Rahmen von laufenden Rückrufaktionen zurückbeordert wurden, teilte Mitsubishi Fuso am Montag in Tokio mit. Es handele sich um eine "vertrauensbildende Maßnahme", sagte ein Sprecher am späten Montagabend (Ortszeit) der dpa. "Diese Fahrzeuge können zurückkommen, wir rufen sie aber nicht zurück."

TOKIO (dpa-AFX) - Der zu DaimlerChrysler < DCX.ETR > gehörende japanische Lastwagenbauer Mitsubishi Fuso < MMR.SQ1 > < MMO.FSE > will in einer beispiellosen Aktion alle von ihm gebauten Fahrzeuge in den Werkstätten überprüfen. Die Aktion betreffe alle Fahrzeuge, nicht nur die 800.000, die im Rahmen von laufenden Rückrufaktionen zurückbeordert wurden, teilte Mitsubishi Fuso am Montag in Tokio mit. Es handele sich um eine "vertrauensbildende Maßnahme", sagte ein Sprecher am späten Montagabend (Ortszeit) der dpa. "Diese Fahrzeuge können zurückkommen, wir rufen sie aber nicht zurück."

Derzeit sind noch 1,3 Millionen Fahrzeuge des krisengeschüttelten Herstellers auf den Straßen. DaimlerChrysler nahm zu der Aktion zunächst keine Stellung. Mitsubishi Fuso wird mit einem Anteil von 65 Prozent von DaimlerChrysler kontrolliert.

Bei der Inspektion würden 40 Teile geprüft, die mit Grundfunktionen wie Fahren, Lenken und Anhalten zusammenhingen, hieß es weiter. Bei Defekten sollen alle Reparaturen kostenlos sein. Die Aktion beginnt am 1. Juli und läuft bis zum 24. Dezember. Zunächst war der 7. Juli als Starttermin angesetzt worden. Die Zahl der Fahrzeuge mit Defekten war von Mitsubishi Fuso selbst bislang auf rund 450.000 geschätzt worden.

DaimlerChrysler erwägt unterdessen wegen der Vertuschung von Qualitätsmängeln bei Mitsubishi Fuso weiterhin eine Schadenersatzklage gegen Mitsubishi. "Wir haben eine Vertragslage, die es uns gestattet, Ansprüche an den Fuso-Verkäufer zu stellen", sagte DaimlerChrysler-Vorstand, Eckhard Cordes, dem Berliner "Tagesspiegel" vom Montag. "Wenn wir wissen, was das alles kostet, werden wir über unsere Forderungen entscheiden", sagte er. Bei Fuso seien in den 90er Jahren "Qualitätsprobleme systematisch vertuscht worden".

Die Qualitätsmängel bei Mitsubishi haben sich zu einem immer größeren Problem entwickelt. Im Mai wurden sieben frühere Mitsubishi- Manager im Zusammenhang mit einem tödlichen Unfall aus dem Jahr 2002 verhaftet. Damals hatte sich ein Rad wegen defekter Radnaben gelöst und eine 29 Jahre alte Mutter getötet sowie ihre beiden kleinen Kinder verletzt.

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